Hören und Handeln

Wer sich meine Worte nur anhört, aber nicht danach lebt, der ist so unvernünftig wie einer, der sein Haus auf Sand baut. (Matthäus 7,26)

Christinnen der Republik Vanuatu haben dieses Jahr den Weltgebetstag vorbereitet. Vanuatu ist ein kleines Land im Pazifischen Ozean. Es sind 83 Inseln. Sie liegen in etwa zwischen Australien und Neuseeland. Nicht auf allen Inseln leben Menschen. Nur 67 Inseln sind bewohnt. Vanuatu ist ein Südseeparadies. Doch dieses Land ist in Gefahr: Durch den Klimawandel steigt der Meeresspiegel. Vanuatu droht zu versinken. Furchtbare Wirbelstürme verwüsten das Land. Erdbeben zerstören immer wieder die Dörfer und Städte. Auf Vanuatu gibt es auch noch sieben aktive Vulkane. Daher fragen die Frauen aus Vanuatu: Worauf bauen wir? Was trägt unser Leben? Weiterlesen

Spielraum! Sieben Wochen ohne Blockaden

Die Weisheit spricht: Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her. Als Gott die Grundfesten der Erde legte, da war ich beständig bei ihm und spielte vor ihm allezeit. (Sprüche 8,23.29-30; in Auswahl)

Als Kind zog ich mit meinem Bruder regelmäßig zum Spielen in den Wald. Mit unserem Freund erkundeten wir jeden Winkel. Irgendwann wollten wir uns unsere eigene „Bude“ bauen. Einen Rückzugsort, wo wir ganz für uns waren. Erste Versuche auf und sogar unter der Erde haben Ältere kaputtgemacht. Dann aber fanden wir eine hohe Buche. Auf die kam man nur, wenn man erst auf einen kleinen Nachbarbaum kletterte und dann einen Ast als Brücke hinlegte. Da kam kein anderer hin. Weiterlesen

Weil Gott die Liebe ist

Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. (Lukas 6,36)

Immer häufiger scheinen sich Menschen und ihre Ansichten unversöhnlich gegenüber zu stehen. Manchmal ist eine kleine Gruppe auch nur lautstark, während die große Mehrheit sich nur wundert. Manchmal aber ist es auch ähnlich der Situation, wie es in den Vereinigten Staaten zu sein scheint: große Teile der Gesellschaft verachten den anderen Teil. Und ich gestehe, oft weiß ich, wem meine Sympathien gelten, wen ich gut verstehen kann und wer mir rätselhaft ist, mich vielleicht sogar selbst sauer macht. Was kann in einer solchen Ausgangssituation bedeuten, „barmherzig“ zu sein? Und was bedeutet überhaupt „barmherzig“? Weiterlesen

Alles neu!

Für viele von uns ist heute ein eher dunkler und trauriger Tag und in diesem Jahr vermutlich noch einmal mehr. Erinnerungen und Bilder drängen sich auf. Es ist keine leichte Zeit. Und – aber – gerade dennoch möchte ich Sie heute einladen zu einem „Trotzdem“. Lassen sie uns gemeinsam in einem alten Hoffnungsbilderbuch blättern aus einer fernen Zeit, einer Zeit, die auch nicht leicht war. Weiterlesen

Eigentlich ganz einfach – und doch so schwer

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was Gott, der Herr, von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. (Micha 6,8)

Der Prophet Micha spricht das aus, was ich eigentlich weiß. Das, was mir als Christin klar sein müsste: Du weißt, was du tun sollst. Du bist Gottes geliebtes Kind. Er liebt dich, so wie du bist. Dessen kannst du gewiss sein. Du wirst geliebt. Immer und überall. Das macht dich frei und gibt dir Kraft: Gib seine Liebe weiter.

Liebe üben. Klingt ganz einfach, ist aber so schwer: Gottes Wort halten, immer und überall. Seine Gebote als ständige Richtschnur nehmen. Die Verantwortung, die Gott uns vor die Füße legt, übernehmen und dann nach besten Wissen und Gewissen, mit Glauben und Gottvertrauen das Leben gestalten. Weiterlesen

Du kannst jeden Tag neu anfangen!

Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. (Epheser 4,22-24)

Ich muss bei diesen Bibelversen an Sport denken. Warum Sport? Mir fiel automatisch diese Statistik ein, die besagt: wenn du etwas Neues in deinen Alltag integrieren willst, dann musst du es genau 66 Tage lang machen, bis es zur Routine wird. Da denke ich sofort an Sport, weil ich leider eher wenig davon begeistert bin und immer alle jene Menschen bewundere, die ganz selbstverständlich Sport treiben. Ich müsste also nur 66 Tage durchhalten… aber das sind mehr als zwei Monate!

Eine neue Routine aufzubauen heißt erst einmal, seine alte zu verlassen. Das ist nicht leicht. Und jetzt kommt Paulus daher und fordert uns auf, unser altes Ich abzustreifen wie alte Kleidung – und neu zu werden. Schlechte Eigenschaften abzulegen und untereinander freundlich zu sein. Weiterlesen

Ein Brief für unsere Zeit

Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum Herrn; denn wenn`s ihr wohlgeht, so geht`s euch auch wohl. (Jeremia 29,7)

Als christliche Gemeinde leben wir mitten in der Welt. Und so tragen wir auch Verantwortung für die Welt, für die Stadt. Wir können und sollen uns als Gemeinde nicht heraushalten aus dem, was die Welt bewegt und treibt.

Vor 2500 Jahren schreibt der Prophet Jeremia an die Israeliten, die im babylonischen Exil leben müssen. Sie leben dort, wo sie nicht leben wollen, und doch fordert Gott sie durch den Mund des Propheten auf, sich nicht nur irgendwie mit der Situation zu arrangieren, sondern der Stadt Bestes zu suchen, sogar noch für sie zu beten, ja, dort wirklich zu leben und sich auf die Welt und die Stadt einzulassen: Baut Häuser und wohnt darin, pflanzt Gärten und esst ihre Früchte, heiratet und suchet der Stadt Bestes. Weiterlesen

Vieles ist möglich, wenn uns Gottes Wort nahe ist

Denn es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust. (5. Mose 30,14)

Am heutigen Sonntag geht es um die Ernsthaftigkeit im Glauben. In unserem Bibelvers meint das, Gottes Wort zu leben. Ich persönlich denke immer, dass ich das tue. Aber dann lese ich ein Gleichnis und mir fällt auf, dass ich mich meistens in der Position des Schwachen oder Ungläubigen wiederfinde. Der seinen Besitz nicht abgeben will. Der Vorurteile hat. Der sich selbst zu wichtig nimmt. Vielleicht lehne ich mich weit aus dem Fenster, aber ich behaupte, das geht uns allen oft so.

Wir kennen Gottes Gebote. Wir kennen Jesu Gleichnisse. Und wir wissen, was uns das Wort sagt. Wir wissen, was eigentlich richtig wäre. Aber wir wissen auch, das entspricht nicht der Natur des Menschen. Wir sind es gewohnt zu kämpfen, um mehr zu haben, weiter zu kommen, höher zu steigen. Dabei bleibt ganz oft die Menschlichkeit auf der Strecke. Denn um Menschlichkeit geht es in allen diesen Stellen. Das klingt hart, oder? Weiterlesen

Maria – mitten unter uns

Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben. (Lukas 1,30-32)

Der Mirjamsonntag ist ein besonderer Sonntag, der seit vielen Jahren in der Evangelischen Kirche im Rheinland gefeiert wird und der die Solidarität mit den Frauen in Kirche und Gesellschaft zum Thema macht. Dabei steht jedes Mal eine andere biblische Frauengestalt im Mittelpunkt der Betrachtung – in diesem Jahr ist es Maria: „Maria – mitten unter uns“.

Maria? Was hat sie mit uns zu schaffen? Spielt sie eine bedeutende Rolle für unseren Glauben? Oder ist sie nur eine überhöhte Gestalt, die keine Relevanz in unserem Leben hat? Maria – mitten unter uns? Weiterlesen

Gottes Liebe trägt uns

Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. (Psalm 121,2)

In den Bergen sind bestimmt schon die meisten von Ihnen gewesen, vielleicht ist das sogar noch gar nicht so lange her. Ein erhebendes Gefühl, so empfinden es viele. Wenn man irgendwo dort oben sogar ein Gipfelkreuz erreicht hat, kann man sich schon dem Himmel ein Stückchen näher fühlen.

„Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ Wörtlich heißt es im Hebräischen eigentlich: … Himmel und Erde schaffend… Schon hier zeigt sich die Ausrichtung dieses Gebetes ganz deutlich. Die Hilfe, mit der der Beter rechnen darf, kommt nicht von jemandem, der irgendwann in ferner Vergangenheit einmal die Welt geschaffen hat, sondern von jemandem, der immer noch daran baut, der immer noch wirkt und dem es vor allem nicht egal ist, was auf dieser Welt geschieht. Weiterlesen