Sehr verehrte Damen und Herren, und alle dazwischen und außerhalb! Wer das Format „ZDF Magazin Royale“ kennt, kennt auch die Anrede, mit der Jan Böhmermann die Zuschauer wöchentlich begrüßt. Das klingt umständlich, vor allem wenn er in einer Sendung die Redewendung mehrmals verwendet. Sehr verehrte Damen und Herren, und alle dazwischen und außerhalb! Was ist das? Provokation, Ironie? Wahrscheinlich beides. Längst haben wir uns daran gewöhnt, wenn bei einer Stellenausschreibung in Klammern die Kürzel w, m, d für weiblich, männlich, divers stehen. Weiterlesen
Sommerträume
Ich bin gekommen, dass sie das Leben in Fülle haben. (Johannes 10,10)
Sommerträume…
ein großer ist an einem Montagabend für viele zerplatzt
kein Sommermärchen
aus – der Sommertraum vom Fußballglück
aber – der Sommer kann natürlich auch noch mehr
Sommer, Sonne, Sonnenschein
Freibad-Stimmung
blauer Himmel Weiterlesen
Don’t panic!
Es ist erfrischend, wenn jemand außerhalb der eigenen Tradition die Botschaft des Evangeliums aufgreift – wie Jonathan Rauch. Der preisgekrönte US-Journalist (u. a. für The Atlantic) diskutiert im Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Sasha Mounk, in welcher Beziehung das Christentum zu Gesellschaft und Demokratie steht. Seine Gedanken erinnern an den Satz von Ernst-Wolfgang Böckenförde: Die Demokratie lebt von Voraussetzungen, die sie selbst nicht schaffen kann.
Rauchs Aussagen sind umso bemerkenswerter, als er sich selbst als jüdischen Atheisten bezeichnet. Er beleuchtet drei christliche Grundpfeiler, die von der religiösen Rechten oft ins Gegenteil verkehrt werden – und die für Christen wie Nichtchristen gleichermaßen gelten sollten. Weiterlesen
Stadtradeln #4: Stellen Sie sich vor…
Stellen Sie sich vor… Sie schnappen sich morgens Ihr Rad und fahren gemütlich zur Arbeit, zur Universität – oder wohin auch immer Sie müssen… Sie fahren auf einem Radweg, der breit genug ist, damit Sie sich im Straßenverkehr sicher fühlen, und der vielleicht sogar eine sichtbare Abgrenzung zur Straße und zum Fußweg hat… Sie fahren auch nicht allein auf diesem Radweg, denn das Radfahren ist so attraktiv, dass nur wenige Autos fahren und viele Radfahrende unterwegs sind – die alle respektvoll miteinander umgehen… Sie stellen Ihr Rad an einem sicheren Abstellplatz ab und können es – wenn Sie ein E-Rad fahren – mit Solarstrom laden… Der Radschnellweg – und andere Radverbindungen – sind fertig ausgebaut… Weiterlesen
Happy Birthday, Grundgesetz!
Heute feiern wir den 77. Geburtstag unseres Grundgesetzes. 77 Jahre Freiheit. 77 Jahre Menschenwürde. 77 Jahre Demokratie in Deutschland. Ich spreche heute zu Ihnen als Superintendentin der Evangelischen Kirche in Essen und als Sprecherin der Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt.
Wer sind wir, die Allianz? Wir sind ein Bündnis der Zivilgesellschaft in Essen. Gegründet im Jahr 2016 – in einer Zeit, in der viele Geflüchtete nach Deutschland kamen und manche versuchten, Ängste gegeneinander auszuspielen. Damals haben wir gesagt: Nicht mit uns. Weiterlesen
Stadtradeln #3: In Bewegung bleiben
Denn in ihm leben, weben und sind wir. (Apostelgeschichte 17,28)
Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, kennt dieses besondere Gefühl: Der Fahrtwind im Gesicht, das gleichmäßige Treten der Pedale, der eigene Atem, der ruhiger wird. Der Körper arbeitet, der Kopf wird frei, und manchmal ordnen sich die Gedanken beinahe von selbst. Bewegung tut gut – nicht nur den Muskeln, sondern auch Geist und Seele. Weiterlesen
Stadtradeln #2: SucheSicherenRadweg – und weitere Wege!
Wer sich auf der Stadtradeln-Homepage angemeldet hat und auch schon die erste Willkommensmail unseres Teamkapitäns Frank Rosinger erhalten hat, wird über den Hashtag #SucheSicherenRadweg gestolpert sein. Sicherlich kann jeder von uns, der mit dem Fahrrad unterwegs ist, sich mit dieser Aussage identifizieren. Einen eigenen Weg zu haben, auf dem man sicher und recht abgeschirmt stressfrei Rad fahren kann – das bieten leider nur unsere niederländischen Nachbarn im großen Ausmaße an. Weiterlesen
Stadtradeln #1: Gegenwindzeit
Wir leben in einer Gegenwindzeit. Ständig bläst uns der Wind ins Gesicht und hindert uns am Vorankommen. Denn immer gibt es etwas, das dagegen spricht oder von anderen anders gesehen wird. Das kann mitunter ziemlich nervtötend sein. Gegenwindzeit.
Was kann da helfen? Vielleicht ein kurzer Blick in die Bibel. Denn da ist der Wind nicht bloß eine (mal angenehme, mal unangenehme) Naturkraft. Er ist auch etwas, durch das Gott sich vernehmbar macht. Die hebräische Bibel benutzt für den Wind, den Atem und den in unsere Welt hineinwirkenden Gott ein und dasselbe Wort: ruach. Diese ruach ist am Werk, wenn Menschen aufatmen, wenn etwas in Bewegung gerät, wenn frischer Wind zu spüren ist, aber eben auch, wenn uns der Wind entgegenbläst. Weiterlesen
Tu’s trotzdem!
Jesus war in Betanien. Er war zu Gast bei Simon, dem Aussätzigen. Als er sich zum Essen niedergelassen hatte, kam eine Frau herein. Sie hatte ein Fläschchen mit Salböl dabei. Es war reines kostbares Nardenöl. Sie brach das Fläschchen auf und träufelte Jesus das Salböl auf den Kopf. (Markus 14,3)
„Soll ich? Oder soll ich nicht?“ Ich stelle mir vor, dass sie da draußen vor dem Haus des leprakranken Simon steht, bei dem Jesus mit seinen Jüngern gerade zu Gast ist. Und sich jetzt entscheiden muss, ob sie wirklich hineingeht oder nicht. Wenn sie zögert, dann nicht, weil sie Zweifel wegen der Gesundheit des Hausherrn hat. Sondern weil sie eine Frau ist, die da nicht hingehört. In diese Männerrunde. Weiterlesen
„Siehe, ich mache alles neu!“ – die Jahreslosung in karnevalistischer Zeit
Bunte Tage,
da sind sie wieder – endlich
von vielen lange herbei gesehnt
Unter dicker Schminke und im Clown-Kostüm
nicht immer diese Frage beantworten müssen:
Wie geht es Dir? Weiterlesen