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Zum Wochenende: Geh aus, mein Herz, und suche Freud

Geh aus, mein Herz, und suche Freud / in dieser lieben Sommerzeit. (Paul Gerhardt 1653, EG 503)

Ein Lied,
eine Melodie,
Hoffnungsbilder,
die ermutigen sollen.

Gerade in einer Welt,
in der vieles schief läuft,
sich immer noch wenige
auf Kosten anderer
ein schönes Leben machen.
Damals wie heute.

Geh aus, mein Herz, und suche Freud…

Hier in Rüttenscheid
sehen wir mit gemischten Gefühlen
auf das Wochenende:
da tagen die mitten unter uns,
die ständig sagen,
was man ‚doch wohl mal sagen darf‘ –
und damit doch
alle Grenzen des Miteinanders,
der Solidarität
und des Sagbaren und Tragbaren
überschreiten.

Die, die sich Prozente erhoffen
von denen,
bei denen ihre selbst gebackenen ‚Wahrheiten‘
und Hasstiraden
auf fruchtbaren Boden fallen.

Und dann die vielen,
die aufstehen,
die sich querstellen,
die friedlich eintreten
für eine Welt,
von der es sich zu träumen lohnt.

Geh aus, mein Herz, und suche Freud…

Ein altes Lied
vor langer Zeit,
auch damals Sehnsucht
nach Menschlichkeit,
obwohl drum herum die Welt
in Schutt und Asche lag:
30 Jahre Krieg,
so viel Leid,
so viel kaputt,
eine so lange Zeit…

Geh aus, mein Herz, und suche Freud…

Sieh doch,
schau hin:
Bäume in vollem Laub,
Blumen in allen Farben,
Tiere in Wald und Feld,
Vögel in den Lüften,
so viel buntes Leben,
Singen und Tanzen.

Geh aus, mein Herz, und suche Freud…

Es lohnt sich,
zu träumen
von einer Welt,
in der kein Mensch Angst haben muss.

Es lohnt sich,
einzustehen
für eine Welt,
in der alle haben,
was sie zum Leben brauchen.

Es lohnt sich,
die Stimme zu erheben
für alle,
denen es die Sprache verschlagen hat.

Es lohnt sich,
in Gottes Namen
und zum Segen für diese Welt,
die er in seinen Händen hält –
gestern
und heute.

Und ebenso
Dich
und mich –
uns alle
an jedem Ort –
zu jeder Zeit.

Gott sei Dank.

Jörg Herrmann

Ein Gedanke zu „Zum Wochenende: Geh aus, mein Herz, und suche Freud

  1. Treffend und wunderbar! Ich danke Dir,lieber Jörg.-Dr.Eckhard Schendel Heisingen

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