Wie alt wollen wir werden? Und wie wollen wir alt werden? „Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn’s hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre.“ Was Psalm 90 – bislang noch recht realistisch – annahm, könnte schon bald überholt sein. Heute redet man von Longevity, was auf Deutsch „Langlebigkeit“ bedeutet, im Englischen aber interessanter klingt. Weiterlesen
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Einfach mal wieder Danke sagen
Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster. (Psalm 92,2)
Bedanken Sie sich manchmal, hin und wieder oder sogar oft für das eine oder andere? Wenn jemand Ihnen die Tür aufgehalten hat? Wenn jemand Ihnen zugehört hat? Wenn der oder die an der Kasse geduldig Ihren ganzen Einkauf gescannt hat? Ich glaube, es gibt eine ganze Menge, wofür ich jeden Tag jemandem „Danke“ sagen könnte. Manchmal sage ich es und manchmal auch nicht. Vielleicht, weil ich es für selbstverständlich halte? Weiterlesen
Bleiben Sie zuversichtlich!
Gott ist unsere Zuversicht und Stärke. (Psalm 46,2)
„Bleiben Sie zuversichtlich!“ Es war im März 2020, zu Beginn der Corona-Zeit, als Ingo Zamperoni das erste Mal diesen Satz sagte, am Ende der Tagesthemen. Bleiben Sie zuversichtlich! Zuversicht war das, was wir auch heute dringend nötig haben – ein positiver Blick nach vorn, die Hoffnung, dass etwas Gutes geschieht in der Zukunft. Aber ganz ehrlich – viel Grund zur Zuversicht vermitteln die Tagesthemen eher selten. Eher ist es so, dass man angesichts der Nachrichten die Zuversicht verlieren könnte. Weiterlesen
Stadtradeln #3: Ein Klagepsalm, zu lesen an Tagen eines durchziehenden Tiefdruckgebiets
Es regnet. Mittlerweile klebt die Hose kalt an meinen Beinen. Von meinen Brillengläsern perlen die Regentropfen. Die vorbeifahrenden Autos spritzen das Wasser der Pfützen in meine Schuhe. Ich friere. Ich bin stolze Teilnehmerin beim „Stadtradeln“?! Wo sind die Tage mit blauem Himmel, 20 Grad und weißen Wattewölkchen? Tage, an denen es eine Freude war, am Morgen bei Vogelgezwitscher aufs Rad zu steigen und durch die noch ruhigen Straßen zu pendeln? Weiterlesen
Ein Fenster zur Welt
Vor dreißig Jahren, am ersten Freitag im März 1995, habe ich als junge Vikarin den Weltgebetstag der Frauen kennengelernt. Damals kamen die Texte für den Gottesdienst aus Ghana. Seitdem hat mich die Begeisterung für diese weltweit größte ökumenische Basisbewegung christlicher Frauen nicht mehr losgelassen.
Es geht hier um viel mehr, als nur um einen Gottesdienst einmal im Jahr. Es geht auch darum, den Blick zu weiten und über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Ich habe in all diesen Jahren Länder und Kulturen kennengelernt, mit denen ich mich sonst vermutlich nie beschäftigt hätte, wie zum Beispiel Surinam oder Vanuatu. Hintergrundinformationen gehören immer dazu und auch Lieder erklingen in landestypischen Melodien. Manchmal kann man auch besondere Spezialitäten kosten. Weiterlesen
Niemals aufhören zu hoffen
Neige deine Ohren zu mir, hilf mir eilends! Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest! (Psalm 31,25)
Fünf Jahre ist es her, dass wir bangend die Nachrichten verfolgt haben und von einem kleinen Virus erfuhren, das zunächst langsam und dann immer schneller um die ganze Welt ging. Vor fünf Jahren haben wir hier in Rüttenscheid zunächst noch ausgelassen gefeiert, saßen im Familiengottesdienst Eisbären, Indianer, Dinosaurier und Prinzessinnen friedlich nebeneinander in den Bänken der Reformationskirche. Weiterlesen
Mein Traum einer Kirche der Zukunft
Du stellst meine Füße auf weiten Raum. (Psalm 31,9)
Ich träume eine Kirche, die Weite und Freiheit atmet – im Einklang mit der Psalmbeterin „Du, Gott, stellst meine Füße auf weiten Raum“ (Psalm 31,9). Eine Kirche, in der meine Kinder und Enkelkinder sich wohlfühlen, auf die sie stolz sind und in die sie ihre Freundinnen und Freunde gerne einladen. Weiterlesen
Ende der Endlichkeit?
Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. (Psalm 39,5)
Später im Herbst wird uns der kirchliche Kalender ans Trauern erinnern. Der November beginnt mit einem kollektiven Friedhofsgang zwischen Allerheiligen und Allerseelen und endet zum Ende des Kirchenjahres mit Ausblick auf den Advent am Toten- bzw. Ewigkeitssonntag. Steht sonst im Jahr nur für die Betroffenen und Trauernden die Welt plötzlich still, wenn jemand stirbt und eine Lücke bleibt, werden wir im November miteinander stiller und nachdenklich angesichts begrenzter Lebenszeit und zugemuteter Abschiede. Weiterlesen
Symbol des Lebens
Lass jubeln alle Bäume des Waldes. (nach Psalm 96)
September. Der Herbst naht mit Sauseschritt. Das Grün der Bäume weicht den leuchtenden Farben – rot, gelb, braun – ihrer Blätter. Wir werden erinnert an den Rhythmus des Jahres, den Rhythmus des Lebens. Weiterlesen
Schee war’s – Schön war es!
Wie zahlreich sind deine Werke, Herr. In Weisheit hast du sie alle gemacht. Die Erde ist voll von deinen Gütern. (Psalm 104,24)
Hatten Sie einen schönen Sommer? Heute hörte ich als Antwort auf diese Frage: „Was denn für ein Sommer? Wir hatten doch bis jetzt noch gar keinen.“ Ja, das kommt darauf an, was man unter Sommer versteht, was zum Sommer unbedingt dazu gehört. Besseres Wetter ja, vielleicht, aber der viele Regen bei uns hat der Natur doch auf jeden Fall gutgetan. Weiterlesen