Unendlich tröstend und stärkend

Würde ich hochfliegen, wo das Morgenrot leuchtet, mich niederlassen, wo die Sonne im Meer versinkt: Selbst dort nimmst du mich an die Hand und legst deinen starken Arm um mich. (Psalm 139,9+10)

Ich weiß nicht, ob Sie schon Pläne für diesen Sommer geschmiedet haben. Einfach mal raus aus der Stadt und ins Grüne, in die Berge oder ans Meer. Das 9-Euro-Ticket kann ja helfen, Wünsche und Träume wahr werden zu lassen. Einfach mal irgendwo anders hin, frische Luft schnuppern – auch wenn sich die Luftqualität in Essen ja in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert hat. Weiterlesen

Blick aufs Wesentliche

Der Mensch sieht, was vor Augen ist, Gott aber sieht das Herz an. (1. Samuel 16,7)

„Den kenne ich doch – vom Sehen. Jeden Tag geht er hier vorbei. Er hat diese große Tasche dabei und im Winter immer eine merkwürdige Mütze auf dem Kopf. Recht zügig geht er seinen Weg, meist mit grimmigem Gesichtsausdruck. Er muss ein oder zwei Straßen weiter wohnen. Ich finde ihn komisch, nicht wirklich sympathisch.“

Kennen Sie auch solche oder ähnliche Gedanken? Manchmal ist die Überraschung allerdings groß: durch Zufall begegnet man sich, erst ein kurzer Gruß, beim zweiten Mal eine beiläufige Bemerkung und dann sogar ein Gespräch, echt nett und freundlich. Weiterlesen

Weihnachtsstimmung

Jedes Jahr wird die schönste Advents- und Weihnachtsmusik neu veröffentlicht. In der Welt der Popmusik gehört ein Weihnachtsalbum irgendwann im Laufe der Karriere einfach dazu. Auch Klassiker wie Bachs Weihnachtsoratorium werden immer wieder neu aufgenommen. Dabei gibt es schon zahlreiche Aufnahmen und man kann sich durchaus fragen, wie die besten unter ihnen eigentlich noch zu übertreffen sein könnten. Aber vielleicht geht es gar nicht darum, besser zu klingen. Weiterlesen

Du bist bei uns, wohin unsere Wege uns auch führen

Er sagte zu ihm: „Dies ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid versprochen und von dem ich zu ihnen gesagt habe: ‚Euren Nachkommen will ich es geben!‘ Du hast es jetzt mit eigenen Augen gesehen, aber du selbst darfst es nicht betreten.“ So starb Mose, der Bevollmächtigte Gottes, im Land Moab, wie der Herr es bestimmt hatte. (5. Mose 34,4-5)

Der November hält viele Tage des Erinnerns für uns bereit. Wir sind eingeladen, innezuhalten und uns Zeit zu nehmen. Zeit zum Nachdenken und zum Erinnern, Zeit für Tränen und Zeit dafür, um in all unseren Gedanken zu spüren, dass wir nicht allein sind. Wir kommen zusammen in diesen Tagen und dürfen nach Gott fragen und wir werden als Antwort hören, dass er immer an unserer Seite ist. Weiterlesen

Glücklich ist, wer Herz zeigt

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. (Lukas 6,36)

Das sagt sich leicht und klingt gut. Aber was meint Jesus damit? Allein schon das Wort ist selten in unserem täglichen Sprachgebrauch zu finden. Ist Barmherzigkeit veraltet?

Die Geschichte eines Mannes machte mir das Gegenteil deutlich: Seit Tagen saß er mit seinen aufgestapelten Rechnungen am Küchentisch. Es waren nur Rechnungen von ganz normalen monatlichen Kosten, nichts Besonderes. Er sparte, wo er konnte, und kaufte sehr preisbewusst ein. Aber die Summe, die sich aus den Rechnungen ergab, war zu hoch. Er war in Kurzarbeit und es reichte einfach nicht. In der Nacht war an Schlaf nicht zu denken, und am nächsten Morgen rechnete er noch einmal alles durch. Es änderte sich nichts. Wie sollte er das schaffen? Weiterlesen

Gott ist Beziehung

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. (2. Korinther 13)

Aus diesem Satz springt uns die Dreieinigkeit förmlich an. Was mich, ehrlich gesagt, an dem Satz ein wenig stört, ist die Zuordnung einzelner Eigenschaften. Als ob die Gnade nur zu Jesus gehören würde, die Liebe zu Gott und die Gemeinschaft zum Heiligen Geist. Denn das macht zumindest in meinem Kopf eine ganz klare Trennung der drei – nennen wir es hier mal so – Personen. Und so soll es doch grade nicht sein, oder? Weiterlesen

Zeit der Sehnsucht

Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden! (Jesaja 55,12a)

Geht es Ihnen auch so, dass die Sehnsucht immer größer wird? Endlich wieder einmal raus, endlich weg von diesem Virus, in ein unbeschwertes Leben? Einfach mal wieder in einen Zug steigen und dahin fahren, wo es schön ist. Vielleicht mit einem IC, der den Namen „Seeschwalbe“ trägt, von Köln nach Kiel… Ich höre schon das Meer rauschen und die Möwen ihre unverwechselbaren Rufe in die Luft schreien. Aber wir müssen uns wohl noch ein Weilchen gedulden. Weiterlesen

Alles neu!

Für viele von uns ist heute ein eher dunkler und trauriger Tag und in diesem Jahr vermutlich noch einmal mehr. Erinnerungen und Bilder drängen sich auf. Es ist keine leichte Zeit. Und – aber – gerade dennoch möchte ich Sie heute einladen zu einem „Trotzdem“. Lassen sie uns gemeinsam in einem alten Hoffnungsbilderbuch blättern aus einer fernen Zeit, einer Zeit, die auch nicht leicht war. Weiterlesen

Was wir uns nicht verdienen und nicht verlieren können

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Ein wunderbarer Satz, wie ich finde, der in geradezu erfrischender Form daran erinnert, dass gute Vorsätze, Wünsche, Hoffnungen und Absichten auch schlicht einmal Gestalt gewinnen sollten. Also in die Hand und unter die Füße genommen und unter die Menschen gebracht, was sich so an Gutem in unseren Gedanken und Herzen angesammelt hat! Weiterlesen

Chefsache

„Spreche ich mit der Firma ‚Elektro Kaloschke‘? Ja … genau … Licht am Ende des Tunnels … jaaa, genau … ist wieder kaputt!“ Oh, oh. Da wird es ernst, das ist mit Händen zu greifen. Jetzt geht es mal wieder ums Ganze. Keine Frage: das Licht muss wieder her. Im Tunnel. Aber eben auch in unserem Leben. Das Licht muss irgendeiner wieder anmachen. Und das ist Chefsache. Wie eben zu Zeiten Jeremias, der Menschen vor sich hatte, die auch kein Licht am Ende des Tunnels mehr sehen konnten. Weiterlesen