Jahreslosung #2: Hand aufs Herz

Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe. (1. Korinther 16,14)

Hat Gott Dinge Ihres Lebens zum Guten gewendet? Oder hat er Sie enttäuscht? Wir können ehrlicherweise nur das von Gott sagen, was wir in unserem eigenen Leben erfahren haben. Viele sehen die Geschicke der Welt in schlechten Händen: Die Kriege, die Gewalt, die Armut, das Kindersterben, die Arbeitslosigkeit, die Gier der Reichen, die Zerstörung der Natur, die Verletzung der Menschenrechte…

Manche machen Gott dafür verantwortlich. Sie sagen, es stehe nicht gut um diese Welt. Sie glauben nicht an eine positive Entwicklung der Menschheitsgeschichte, und schon gar nicht an einen Gott, der alle Dinge zum Guten lenkt. Sie sagen manchmal: Wie kann Gott das alles zulassen? Wie ist das zu begreifen? Weiterlesen →

Jahreslosung #1: Das Wichtigste ist, im Gespräch zu bleiben

Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe. (1. Korinther 16,14)

Fast zum Schluss des 1. Korinther­briefes gibt der Apostel Paulus die­se Mahnung heraus: „Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.“ Im gleichen Brief hat er mit dem berühmten Hohelied der Liebe (1. Kor. 13) fest­gehalten, dass die Liebe der Sinn des Lebens ist: ohne Liebe ist alles nichts. Mit Liebe zu leben ist, was uns Christen und Christinnen aus­zeichnen sollte. Weiterlesen →

Hoffnung in trüben Tagen

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei: die Liebe aber ist die größte unter ihnen. (1. Korinther 13,13)

Der November ist für viele von uns keine leichte Zeit. Draußen leuchtet die Natur zwar immer noch in prächtigen Farben und der Himmel strahlt immer wieder zwischen den bunten Blättern in herrlichem Blau, und doch sind manche von uns immer wieder auch wehmütig gestimmt. Das Jahr geht mit Riesenschritten dem Ende zu. Im November gibt es viele Gedenktage. Manchmal sehnen wir uns nach dem Früher. Früher, als irgendwie alles besser war… Früher, als noch so manch geliebter Mensch in unserer Nähe war, von dem wir uns inzwischen verabschieden mussten. Früher… Weiterlesen →

Nicht aufhören, vom Frieden zu träumen!

Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. (Lukas 1,79)

Wagen wir noch, vom Frieden zu reden in diesen Tagen? Die Welt scheint einmal mehr aus den Fugen zu geraten. Unsagbares Leid – beinahe in Echtzeit auf unser Handy, an den Küchentisch und auf unsere Couch getragen. Weiterlesen →

Danke sagen

Einer aber unter ihnen, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme. (Lukas 17,15)

Für mich ist das Erntedankfest ein bisschen so wie der Muttertag: sich einmal im Jahr ein bisschen Zeit nehmen und überlegen, wofür wir danken können. Ursprünglich natürlich für alles, was gewachsen ist: Obst und Gemüse, für eine gute Ernte eben. Ich denke aber, dass dieses Fest oder zumindest der Name bei etlichen auch heute noch im Bewusstsein ist, obwohl die wenigsten von uns tatsächlich etwas mit Landwirtschaft zu tun haben. Weiterlesen →

Ein Kernsatz des Glaubens

Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat. (Römer 15,7)

„Was soll ich tun?“ So fragte einmal ein Mensch in großer Auflösung Jesus (Markus 10,17). „Was sollen wir tun?“ Das fragte mich einmal, vertrauensvoll, ein Ehepaar. Ich hatte die beiden getraut und die Kinder getauft. Es war eine schöne Hochzeit, mit vielen herzlichen und warmen Besonderheiten, mit Texten und Musik, die die Liebe betrafen. Jetzt war die Situation anders. Erkaltet. Was sollen wir tun? Weiterlesen →

Auch im Feind den Menschen erkennen

Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet. (Matthäus 5,44-45)

Feinde? Welche Feinde? Ich habe keine Feinde, außer vielleicht den blöden Putin oder den dummen Trump. Nein, ich hasse auch niemanden, ich kann nur bestimmte Leute nicht leiden, weil sie so… (zutreffendes bitte einsetzen). Wieso redest du dann so schlecht über den Nachbarn von unten? Oder regst dich auf über die Kollegin, die dem Chef deine gute Idee als ihre verkauft hat? Oder redest dich in Wut über die blöden Klimakleber, die nichts als Unannehmlichkeiten für Autofahrer bringen? Wieso beschimpfe ich den Fernseher, wenn bestimmte Politiker dort auftauchen und Angst gegen „die Anderen da“ schüren? Man, wie ich diese Rechten hasse! Weiterlesen →

Gottes Geist mitten unter uns

Gottes Geist mitten unter uns – das ist ein einziges Geben und Nehmen aus Gottes Hand! Er schenkt uns Lebensräume: in seiner Liebe, seiner Nähe, seiner Fürsorge. Damit wir uns bei ihm bergen können wie ein Vogel unter Flügeln der Mutter. Unterschlüpfen können, wie unter eine warme Decke kriechen, wenn es draußen mal wieder blitzt und donnert.

Manchmal braucht es solche Momente des Geborgenseins, des Behütetseins, des Kraft Tankens, des Hoffnung Schöpfens. Denn es stürmt manchmal doch sehr: in der großen und weiten Welt, aber eben auch in meinem ganz persönlichen Erleben. Weiterlesen →

Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit

Wir kennen Paul Gerhardt (1607-1676) nur mit dem abgekürzten Vornamen Paul. Sein Taufname ist aber Paulus Gerhardt. Er selbst hat sich Zeit seines Lebens nie anders genannt. Die Tradition hat ihn gleichsam umgetauft. Das ist für unsere Ohren sehr ungewöhnlich zu hören und zu verwenden.

Der Paulus des 17. Jahrhunderts gibt mit seinem unerhörten christlichen Gefühlshintergrund in seinen fast unendlich vielen schönen Liedern das, was der Paulus des 1. Jahrhunderts besaß, aber so nicht zum Ausdruck bringen konnte und wollte. Weiterlesen →

Die Liebe hat das letzte Wort

Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest! (Psalm 71,3)

Nun dürfen wir also wieder in diese Tage gehen wie früher – vor der Pandemie. Voller Erwartung und Vorfreude auf das Fest. Drei lange Jahre mit vielen Verunsicherungen, Sorgen und Entbehrungen liegen hinter uns. Mit welchen Gedanken werden wir uns in diesem Jahr an die Szene unter dem Kreuz erinnern?

Ob uns im Angesicht des Leidens und Sterbens Jesu eigenes Leiden oder das geliebter Menschen wieder in den Sinn kommen? Oder sind die erschütternden Bilder und Nachrichten über die Virusopfer schon längst wieder anderen Schreckensnachrichten gewichen, die danach kamen, allen voran der Kriegsbeginn in der Ukraine vor über einem Jahr? Wie können wir damit umgehen – mit diesen und immer neuen Bildern? Weiterlesen →