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Hoffnung in trüben Tagen

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei: die Liebe aber ist die größte unter ihnen. (1. Korinther 13,13)

Der November ist für viele von uns keine leichte Zeit. Draußen leuchtet die Natur zwar immer noch in prächtigen Farben und der Himmel strahlt immer wieder zwischen den bunten Blättern in herrlichem Blau, und doch sind manche von uns immer wieder auch wehmütig gestimmt. Das Jahr geht mit Riesenschritten dem Ende zu. Im November gibt es viele Gedenktage. Manchmal sehnen wir uns nach dem Früher. Früher, als irgendwie alles besser war… Früher, als noch so manch geliebter Mensch in unserer Nähe war, von dem wir uns inzwischen verabschieden mussten. Früher…

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei: die Liebe aber ist die größte unter ihnen.

So endet das sogenannte „Hohe Lied der Liebe“ des Apostels Paulus in seinem 1. Brief an die Gemeinde in Korinth. Der Satz erzählt vom Leben unter Gottes Begleitung und Schutz.

Und dieser Gott ist einer, der uns und unsere Träume und Sehnsüchte ganz genau kennt, ebenso wie unsere Sorgen und Ängste. Er selbst ist ja als Mensch auf die Erde gekommen, wie wir bald wieder erinnern werden. Er hat alles am eigenen Leib erfahren, was wir Menschen erleben können. Sowohl Freude und Freundschaft als auch Enttäuschung und Schmerzen. Darum ist Gott uns auch gerade in all unseren Leiden besonders nahe. Nichts, was uns geschieht, würde ihm jemals gleichgültig sein.

Wenn wir versuchen, darauf zu vertrauen, dann kann in uns vielleicht die Hoffnung wachsen, mit Gottes Hilfe durchzustehen, was uns manchmal widerfährt. Dann spüren wir vielleicht, dass wir neue Kraft finden. Dann begegnen wir vielleicht Menschen, die plötzlich in unserer Nähe sind, die uns zuhören, die uns begleiten und stärken. Und dann ahnen wir vielleicht ganz tief in uns, dass wir Gottes geliebte Kinder sind und immer bleiben werden und dass uns nichts von Gottes Liebe trennen kann.

Ich wünsche uns, dass wir diese Liebe, diese Wärme im Inneren festhalten und davon zehren können und dass wir dann voller Hoffnung auch wieder auf die Zeit des Lichtes und der Freude zugehen können: Advent und Weihnachten – Gottes Liebe rückt immer näher…

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei: die Liebe aber ist die größte unter ihnen.

Gott sei Dank!

Sabine Grüneklee-Herrmann