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Was mir Hoffnung gibt

Durch die Geburt meiner Tochter haben mich in diesem Jahr Lieder sehr berührt, die vom Elternwerden und dem Wunder und Geschenk des neuen Lebens handeln. Ein Lied, dass ich sehr gern höre, stammt von dem Liedermacher Reinhard Mey. Es heißt „Mein Apfelbäumchen“. In dem Lied singt Mey über die überwältigenden Gefühle, die Eltern empfinden, wenn sie ihr Kind das erste Mal auf dem Arm halten. Gleichzeitig nimmt das Lied die Welt, in der Kinder aufwachsen, unverblümt in den Blick.

Was gibt Hoffnung in einer Welt, in der Kriege wüten? Diese Frage stellt sich auch in diesem Jahr angesichts der bedrückenden Nachrichten über Krieg und Gewalt, die uns täglich erreichen. Das Lied „Mein Apfelbäumchen“ findet auf diese Frage eine Antwort. Es sind die Kinder. Sie sind die Hoffnungsträger dieser Welt. Sie sind die kleinen Apfelbäumchen, die der Welt Licht und Segen spenden.

Wenn ich an das bevorstehende Weihnachtsfest denke, so kommt mir als erstes das Jesuskind in den Sinn. Einst zwischen Heu und Stroh geboren, ist es das Kind, von dem über die Zeiten hinweg unsere Hoffnung ausgeht. Es ist ein Kind, das wie wir alle durch das erste Lebensjahr getragen wurde, bis es auf eigenen Beinen stand. Ein Kind, das die Wärme und Nähe der Eltern brauchte, das Hunger hatte und eine volle Windel. Im Jesuskind kommt Gott zu uns, menschlich und nahbar.

Die Weihnachtskrippe, die wir in unserer Kirche und in unseren Wohnzimmern aufstellen, erinnert uns daran. Wir sind dieser Welt nicht einfach ausgesetzt. Gott lässt uns nicht allein. Er pflanzt sein Apfelbäumchen in die Erde, damit wir die Hoffnung auf Frieden für diese Welt nicht verlieren.

Lara Stempelmann