Glaubt der Guten Nachricht!

Die von Gott bestimmte Zeit ist da. (Markus 1,15)

Die bunte Zeit, die, wer es wollte, zum ersten Mal wieder richtig feiern durfte, liegt schon wieder einige Wochen hinter uns. Ein paar fröhliche Bilder sind uns vielleicht noch in Erinnerung. Der Versuch, ein bisschen Pause zu machen von allem Schwerem, was drückt.

Aber längst sind neue Berichte hinzugekommen, die uns teilweise den Atem rauben. Sei es im Kleinen oder Großen, sei es hier bei uns oder bei unseren Nachbar*innen. Die Welt dreht sich weiter – und doch würde man manchmal vielleicht gerne „Stopp“ sagen oder „Es reicht!“, bitte nicht noch mehr Unglücksbotschaften. Weiterlesen →

Manche mögen’s bunt

Das war das erste Zeichen. Jesus vollbrachte es in Kana in Galiläa. Er offenbarte damit seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn. (Johannes 2,11)

Manche – wahrscheinlich sogar viele – Menschen haben drei lange Jahre darauf gewartet, jetzt endlich wieder bunt und fröhlich feiern zu können. Einmal für kurze Zeit in eine andere Rolle schlüpfen, mit anderen tanzen und fröhliche Musik hören. Beim Straßenkarneval mit Fremden zusammenstehen und sich miteinander verbunden fühlen. Ausgelassen sein – wenigstens für eine kurze Zeit. Und mal nicht an das denken, was so furchtbar bedrückend ist.

Andere sagen: um fröhlich zu sein, brauche ich keinen Karneval. Das kann ich an allen 365 Tagen im Jahr. Als Kind habe ich mich zwar auch verkleidet. Aber heute… Ja, warum eigentlich nicht heute? Warum sich nicht ein bisschen anstecken lassen? Weiterlesen →

Bergerlebnisse

Und er wurde verklärt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. (Matthäus 17,2)

Im vergangenen Jahr haben Frank und ich Urlaub in Tirol gemacht und weil es so schön war, wollen wir das auch wiederholen. Wir zwei waren völlig fasziniert von dieser Bergwelt. Die Wiesen waren alle viel bunter und lebendiger als hier, der Himmel wirkte blauer, die Luft klarer… und es hat uns immer in die Höhe gezogen. In der Nähe von Kitzbühel bleibt einem eigentlich auch gar nichts anderes übrig, als sich ordentliche Schuhe anzuziehen, die Butterbrote und ein bisschen was zu trinken einzupacken und dann los. Weiterlesen →

Andacht zur Jahreslosung

Du bist ein Gott, der mich sieht. (1. Mose 16,13)

Es ist eigentlich eine traurige Geschichte, die aber, Gott sei Dank, einen glücklichen Ausgang nimmt: Sara, Abrahams Frau, bekommt keine Kinder. Deshalb schlägt sie ihrem Mann vor, dass er mit ihrer ägyptischen Magd Hagar einen Nachkommen zeugt, der dann nach damaligem Recht als ihr eigenes Kind gelten soll. Als Hagar merkt, dass sie schwanger ist, macht sie sich über die unfruchtbare Herrin lustig – und Sara schickt sie aus Wut darüber nicht nur sprichwörtlich in die Wüste. Weiterlesen →

Predigt zur Jahreslosung

du bist ein gott, der mich sieht: / du hast mich geschaffen, / so wie ich bin. / mit allen bunten farben des lebens. (Sven Dreiser)

Als ich am Tag vor Heiligabend abends nach Hause wollte, dachte ich, dass es besser sei, wenn ich mir für die Heimfahrt noch ein Brötchen kaufe, denn verhungern wollte ich nicht. Die Schlange beim Bäcker war genauso übersichtlich wie die Auslage. Zwei Menschen standen vor mir, gehörten sogar offensichtlich zusammen. Ein Brüderpaar. Der größere reichte gerade mit seinen Händen an die Theke und versuchte, seine Nasenspitze auch auf diese Höhe zu bringen. Der kleinere schaute vertrauensvoll seinen Bruder an. Weiterlesen →

Die Nacht, in der Wünsche wahr werden

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. (Lukas 2,14)

Was für eine Nacht – vieles ist wie immer und doch ist alles anders. Manchmal wünschte ich mir, ich könnte da draußen sein in dieser Nacht, den Wind in den Haaren und um die Nase herum spüren, Zeit für Gedanken und Träume, die man buchstäblich von der Leine lassen und einfach schweben lassen kann.

Manchmal wünschte ich mir, ich könnte mit den Hirten in die Stille dieser Nacht hinaus lauschen, wachen, die Schafe bestens behütet wissen. Und dann wieder einen Traum auf die Reise schicken. Weiterlesen →

Weihnachten ist die Hoffnung, dass alles auch ganz anders geht

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater und seinem Sohn Jesus Christus, Amen.

An Weihnachten macht Gott ernst mit seiner Liebeserklärung an uns Menschen. Er wird in Jesus einer von uns: verletzlich wie ein kleines Baby, voller Träume wie ein Jugendlicher, sorgend und kritisch, wie ein Erwachsener das manchmal ist. Gerade diese kritische Grundhaltung habe ich in den zurückliegenden Wochen in vielen Gesprächen wahrgenommen. Gefragt wurde ich, ob das Weihnachtsfest noch Bedeutung hat?

Diese Frage hat mich nicht losgelassen… und ich habe mich auf die Suche nach Antworten begeben. Warum ich das mache? Weil ich glaube, dass wir viel zu wenig von dem reden, woran wir glauben, was uns trägt und was uns Hoffnung gibt. Nehmen doch auch Sie sich einen Moment Zeit. Warum ist Ihnen Weihnachten 2022 wichtig? Lassen Sie einen Moment Ihre Gedanken kreisen – warum ist Weihnachten wichtig…? Weiterlesen →

Drei, die zusammenrücken

Denn wo zwei oder drei in meinem Namen zusammenkommen, da bin ich selbst in ihrer Mitte. (Matthäus 18,20)

Nach einer langen Zeit von Corona-Einschränkungen folgt ein nächster Winter, in dem wir herausgefordert sind, neu zu denken und anders zu handeln. Wir sind gefragt, noch sparsamer als bisher mit unseren Ressourcen umzugehen – weniger Licht, weniger Wärme, weniger Konsum – natürlich auch an Weihnachten. Ein Kraftakt, der wegen der Klimakrise längst überfällig ist und für den jede und jeder nun noch dringlicher eigene Wege finden muss.

Zum Glück macht Not erfinderisch. Das hat sich während der Pandemie an vielen Stellen gezeigt. Und trotzdem ist die Not bei manchen zu groß, um kreativ und zuversichtlich zu bleiben. Weiterlesen →

Dein Licht scheint hell

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. (Jesaja 9,1)

Kommt es Ihnen auch so vor, als seien die letzten Monate noch schneller vergangen als sonst? Jetzt hat tatsächlich schon wieder die Adventszeit und damit auch ein neues Kirchenjahr begonnen. Und wenn wir noch einmal innehalten und zurückblicken… Weiterlesen →

Mit Gottes Hilfe die Wüstenzeit überstehen

Denn der Herr, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land… Dort wirst du nicht armselig dein Brot kauen. Nichts wird dir fehlen… (5. Mose 8,7-9)

Was für ein Versprechen – beinahe märchenhaft. Ein Paradies, ein Schlaraffenland wird beschrieben. Alles wächst, alles ist reichlich da. Nichts wird dir fehlen. Vielleicht mögen diese Worte auf den einen oder die andere in diesen Tagen als pure Träumerei wirken. Fernab von jeder Realität; obwohl viele von uns ja sehr lange in einem guten Land leben durften. Weiterlesen →