Auf der Suche nach Gott

Ich bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen, so christlich, dass wir vom Weltlichen abgeschottet wurden. In meinem Elternhaus gab es weder unchristliche Bücher noch gab es einen Fernseher und es war verpönt, das Radio laufen zu lassen und Schlager oder sonstige weltliche Musik zu hören. Es galt als selbstverständlich, dass nur wir den wahren Glauben haben und die Welt da draußen etwas Fremdes, etwas Feindliches und einfach nicht das Rechtmäßige war. Das mag sich sehr eingeschränkt anhören, aber ich habe als Kind dafür sehr viel Liebe bekommen und eine Geborgenheit empfunden, die ihresgleichen sucht. Mit keinem Elternhaus meiner „weltlichen“ Schulfreundinnen hätte ich tauschen wollen.

Als ich älter wurde, drängte sich mir die Frage auf, warum soll ich das Glück haben, den einzig richtigen Glauben zu haben, nur weil ich in diese meine Welt hineingeboren bin? Es gibt so viele andere Lebewesen auf dieser Erde, warum sollte ausgerechnet ich das einzig Wahre einfach so bekommen haben? Und ich wollte mich auf die Suche machen. Weiterlesen

Die orthodoxe Kirche und die Ökumene

Vor 1610 Jahren ist der griechische Kirchenvater Johannes Chrysostomos gestorben und noch heute feiern die Orthodoxen, die auf die griechische Kirche zurückgehen, ihren Gottesdienst, die „Göttliche Liturgie“, nach liturgischen Texten und Gebeten dieses berühmtesten Predigers der griechischen Kirche. Wir beten heute das Kyrie-und das Fürbitten-Gebet mit seinen Worten.

Chrysostomos heißt Goldmund. Diesen Ehrennamen erhielt er schon frühzeitig und seine Predigten in Antiochien und Konstantinopel sind immer wieder von großem Applaus unterbrochen worden. Das müssen wir uns heute einmal vorstellen! Weiterlesen

Begeistert

Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist. (Johannes 3,8)

Manche können vor Begeisterung jubeln und „die Welle machen“, wenn eine schwarz-weiße Lederkugel die Linie zwischen zwei Pfosten überquert. Andere kreischen vor Begeisterung hysterisch herum, wenn Sie ihren Superstar einmal live erleben. Wovon sind Sie begeistert?

Als Kind war ich begeistert von meiner Gitarre, die ich zu Weihnachten bekommen hatte. Aber als es dann daran ging, regelmäßig zu üben, da erlosch die Begeisterung schnell wieder. Oftmals ist Begeisterung wie ein Strohfeuer: Man ist von etwas oder jemandem begeistert, man ist „Feuer und Flamme“ – aber dann wird die Begeisterung vom Alltagstrott erdrückt. Weiterlesen

Hey Kinder, was denkt ihr über Gott?

In den Morgenkreisen unseres Familienzentrums kommen die Kinder über Gott und die Welt ins Gespräch. Unsere Kinder sind kleine Philosophinnen und Philosophen! Ihre Aussagen bringen uns zum Schmunzeln, deshalb ist ihnen nur wenig hinzuzufügen. Der Glaube der Kinder ist unerschütterlich, stark und richtig. Sie haben das „Weltwissen“ in sich. Sie finden mit ihren Worten eine Mischung und Zusammenführung ihres „Kinderglaubens“, der von Wahrheit, Erfahrungen, gewagter Theorien, Lebendigkeit, Phantasie und Vertrauen geprägt ist. Damit lassen sie uns an ihrer Welt teilhaben. Weiterlesen