Durch die Geburt meiner Tochter haben mich in diesem Jahr Lieder sehr berührt, die vom Elternwerden und dem Wunder und Geschenk des neuen Lebens handeln. Ein Lied, dass ich sehr gern höre, stammt von dem Liedermacher Reinhard Mey. Es heißt „Mein Apfelbäumchen“. In dem Lied singt Mey über die überwältigenden Gefühle, die Eltern empfinden, wenn sie ihr Kind das erste Mal auf dem Arm halten. Gleichzeitig nimmt das Lied die Welt, in der Kinder aufwachsen, unverblümt in den Blick. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: Andächtiges
Hoffnung in trüben Tagen
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei: die Liebe aber ist die größte unter ihnen. (1. Korinther 13,13)
Der November ist für viele von uns keine leichte Zeit. Draußen leuchtet die Natur zwar immer noch in prächtigen Farben und der Himmel strahlt immer wieder zwischen den bunten Blättern in herrlichem Blau, und doch sind manche von uns immer wieder auch wehmütig gestimmt. Das Jahr geht mit Riesenschritten dem Ende zu. Im November gibt es viele Gedenktage. Manchmal sehnen wir uns nach dem Früher. Früher, als irgendwie alles besser war… Früher, als noch so manch geliebter Mensch in unserer Nähe war, von dem wir uns inzwischen verabschieden mussten. Früher… Weiterlesen
Die Ernte ist groß
Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter, sagte Jesus zu seinen Jüngern. Darum bittet den Herrn, dass er noch mehr Arbeiter aussendet, die seine Ernte einbringen. (Matthäus 9,37-38)
1 | „Die Ernte ist groß.“ Wird das jetzt eine Selbstbeweihräucherung zum 100jährigen Jubiläum der Diakonie in Essen? Nein. Aber im Blick zurück ist doch sehr viel Dank an Menschen und noch mehr an Gott angesagt. Und auch ein bisschen Stolz auf das, was Menschen tagein tagaus und das seit Jahrzehnten, ja seit über 100 Jahren zum Wohl ihrer Mitmenschen tun. Weiterlesen
Nicht aufhören, vom Frieden zu träumen!
Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. (Lukas 1,79)
Wagen wir noch, vom Frieden zu reden in diesen Tagen? Die Welt scheint einmal mehr aus den Fugen zu geraten. Unsagbares Leid – beinahe in Echtzeit auf unser Handy, an den Küchentisch und auf unsere Couch getragen. Weiterlesen
Danke sagen
Einer aber unter ihnen, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme. (Lukas 17,15)
Für mich ist das Erntedankfest ein bisschen so wie der Muttertag: sich einmal im Jahr ein bisschen Zeit nehmen und überlegen, wofür wir danken können. Ursprünglich natürlich für alles, was gewachsen ist: Obst und Gemüse, für eine gute Ernte eben. Ich denke aber, dass dieses Fest oder zumindest der Name bei etlichen auch heute noch im Bewusstsein ist, obwohl die wenigsten von uns tatsächlich etwas mit Landwirtschaft zu tun haben. Weiterlesen
Gedanken eines Suchenden
Vor kurzem war ich am Strand
mit den Füßen im nassen Sand
im Takt schlugen die Wellen
an die immer gleichen Stellen.
Jesus wandelte einfach übers Meer
und ich tue mich damit schwer
über den Wandel in Kirche nachzudenken
Gemeinden den Mut nach vorn zu schenken
auf die Zukunft den Blick zu lenken. Weiterlesen
Ein Kernsatz des Glaubens
Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat. (Römer 15,7)
„Was soll ich tun?“ So fragte einmal ein Mensch in großer Auflösung Jesus (Markus 10,17). „Was sollen wir tun?“ Das fragte mich einmal, vertrauensvoll, ein Ehepaar. Ich hatte die beiden getraut und die Kinder getauft. Es war eine schöne Hochzeit, mit vielen herzlichen und warmen Besonderheiten, mit Texten und Musik, die die Liebe betrafen. Jetzt war die Situation anders. Erkaltet. Was sollen wir tun? Weiterlesen
Lebendiges Wasser
Seit ich etwas gelesen habe über „Bäche, Teiche und Mühlen in Steele und Königssteele“, gehe ich mit anderen Augen durch unseren Stadtteil. Wir sehen die Bäche unter uns, wenn mal ein Kanal repariert werden muss. Das kommt in letzter Zeit wieder öfter vor, oder kommt mir das nur so vor?
Es ist jedenfalls längst nicht nur Abwasser und Grubenwasser, das da unter unseren Straßen und Häusern fließt. Wenn die Bagger den Boden öffnen, kommt auch ihr Wasser zum Vorschein: Isinger, Eickenscheidter und Grendbach. Diese Bachläufe sind unter der Erde etwas in Vergessenheit geraten. Das Geschichtsmagazin „Stela Historica“ des Steeler Archivs hat sie mir ins Bewusstsein gehoben. Weiterlesen
Geh aus, mein Herz, und suche…
Wohl keiner Jahreszeit sehen wir so sehnsuchtsvoll entgegen wie dem Sommer. Wer kann, begibt sich auf Reisen; die einen auf der Suche nach dem Fremden, nach Unterbrechung der Routinen, nach dem was inspiriert und beflügelt jenseits des gewohnten Trotts. Die anderen suchen Erholung, müssen und wollen den Akku aufladen für einen chronisch fordernden Alltag. Wer bewährte Orte kennen- und lieben gelernt hat, kehrt nicht selten dorthin zurück. „Da weiß ich, was mich erwartet. Da ist meine Seele zu Hause; da wird oder bleibt sie gesund.“ Weiterlesen
Auch im Feind den Menschen erkennen
Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet. (Matthäus 5,44-45)
Feinde? Welche Feinde? Ich habe keine Feinde, außer vielleicht den blöden Putin oder den dummen Trump. Nein, ich hasse auch niemanden, ich kann nur bestimmte Leute nicht leiden, weil sie so… (zutreffendes bitte einsetzen). Wieso redest du dann so schlecht über den Nachbarn von unten? Oder regst dich auf über die Kollegin, die dem Chef deine gute Idee als ihre verkauft hat? Oder redest dich in Wut über die blöden Klimakleber, die nichts als Unannehmlichkeiten für Autofahrer bringen? Wieso beschimpfe ich den Fernseher, wenn bestimmte Politiker dort auftauchen und Angst gegen „die Anderen da“ schüren? Man, wie ich diese Rechten hasse! Weiterlesen