Erduldet keine Unterdrückung!

Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll. (Römer 8,18)

Als ich diesen Vers las, dachte ich sofort an den Vorwurf der Vertröstung auf das ewige Leben. Davon halte ich nichts, Menschen zu beruhigen und zu verströsten, die doch jetzt, ganz konkret leiden und umgehend Hilfe benötigen. Ich will auch niemandem sagen: Das musst du jetzt einfach durchhalten, das ist nun mal so, uns wird es später in der ewigen Herrlichkeit wunderbar ergehen. Und damit würden dann alle Leiden in dieser Welt, alle Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Unfrieden abgetan als Schicksal, dass zu erdulden ist. Nein, auf keinen Fall! Weiterlesen

Große Verheißung für unruhige Zeiten

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens (Lukas 2,14)

Vor etwa zwölf  Stunden erklang dieser Ruf der Engel in Australien. Mit der Drehung der Erde gelangte er einige Stunden später nach Indien, dann nach Russland. Und jetzt zu uns: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“ Mit Weihnachten feiern wir ein weltumspannendes Fest, das uns Christinnen und Christen rund um den Globus verbindet. Einem ganzen Volk wird lauter Jubel und große Freude versprochen – hören wir auf die Worte des Propheten Jesaja: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Du weckst lauten Jubel, du machst groß die Freude“ (Jesaja 9,1.2a).

Die Zeiten sind unruhig – die Lebenschancen ungerecht verteilt. Die einen leben auf Kosten der anderen. Mitten hinein in diese finstere Zeit spricht der Prophet vom Licht. Kaum zu glauben. Und trotzdem entfalten seine Hoffnungsworte unglaubliche Kraft. Weiterlesen

Kirche hat ein prophetisches Wächteramt

Der Mund des Frevlers weiß Dinge zu verdrehen. (Sprüche 10,32)

Seit Monaten beschäftigen mich die täglichen Nachrichten über den Zustand der Welt. Ungläubig frage ich mich, in welcher Welt wir im Augenblick leben. Mir kommt es vor, als erleben wir täglich eine kleine Apokalypse, einen kleinen Untergang der Welt. Da sind die Bilder von toten Walen, in deren Mägen man kiloweise Plastik fand. Da sind die Bilder von geretteten Flüchtlingen auf Schiffen des Mittelmeeres und man lässt die Menschen nicht an Land. Über die ganze Flüchtlingsfrage und ihre Abwehr streiten die Koalitionsparteien mit dem christlichen „C“ in ihrem Namen. Da ist der Hass der AfD-Wähler, den man so schwer nachvollziehen kann, weil sie in einem der reichsten Länder leben, keinen Krieg kennen, keinen Hungertod fürchten müssen. Weiterlesen