Bunte Tage,
da sind sie wieder – endlich
von vielen lange herbei gesehnt
Unter dicker Schminke und im Clown-Kostüm
nicht immer diese Frage beantworten müssen:
Wie geht es Dir? Weiterlesen
Bunte Tage,
da sind sie wieder – endlich
von vielen lange herbei gesehnt
Unter dicker Schminke und im Clown-Kostüm
nicht immer diese Frage beantworten müssen:
Wie geht es Dir? Weiterlesen
Manchmal passiert es einfach: Ich höre ein Lied, und auf einmal bin ich woanders – nur für einen Moment. Im Supermarkt laufen ein paar Takte eines alten Weihnachtsliedes, und plötzlich bin ich wieder Kind, sitze am Tannenbaum im Sauerland und rieche den Duft des selbstgebackenen Spritzgebäcks. Oder ich stehe in der vollen Straßenbahn, jemand summt leise vor sich hin – und auf einmal wird alles ein kleines Stück leichter. Der Tag selbst ändert sich nicht, aber etwas in mir selbst fühlt sich anders an.
Singen wirkt direkt. Es spricht uns an, bevor wir es mit dem Kopf begreifen. Es erreicht etwas in uns, das Worte allein oft nicht schaffen. Weiterlesen
Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster. (Psalm 92,2)
Bedanken Sie sich manchmal, hin und wieder oder sogar oft für das eine oder andere? Wenn jemand Ihnen die Tür aufgehalten hat? Wenn jemand Ihnen zugehört hat? Wenn der oder die an der Kasse geduldig Ihren ganzen Einkauf gescannt hat? Ich glaube, es gibt eine ganze Menge, wofür ich jeden Tag jemandem „Danke“ sagen könnte. Manchmal sage ich es und manchmal auch nicht. Vielleicht, weil ich es für selbstverständlich halte? Weiterlesen
Ostern feiern. Wunderbar, die Schokoladenhasen in Goldpapier und roter Schleife. Bunte Eier und alles blüht und grünt. Im besten Fall scheint sogar die Sonne. Ostern ist ein schönes, fröhliches Fest. Zu recht: es geht um Leben, Auferstehung, Befreiung. Weiterlesen
Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. (Jesaja 9,1)
Der 4. Advent und der Heilige Abend – heute fällt tatsächlich beides zusammen. In der kürzesten Lichtzeit des Jahres entzünden wir das vierte Licht am Adventkranz, um deutlich zu machen: Gott will Licht in die Welt bringen. Es ist eine sehr symbolische Zeit. Lange, dunkle Nächte, die als Bild stehen für die Dunkelheiten der Erde und auch unserer eigenen Lebensgeschichten. Jede Kerze, die in diesen Tagen leuchtet, ist ein Symbol dafür, etwas gegen diese Dunkelheiten unserer Zeit und Geschichte zu tun. Weiterlesen
Das war das erste Zeichen. Jesus vollbrachte es in Kana in Galiläa. Er offenbarte damit seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn. (Johannes 2,11)
Manche – wahrscheinlich sogar viele – Menschen haben drei lange Jahre darauf gewartet, jetzt endlich wieder bunt und fröhlich feiern zu können. Einmal für kurze Zeit in eine andere Rolle schlüpfen, mit anderen tanzen und fröhliche Musik hören. Beim Straßenkarneval mit Fremden zusammenstehen und sich miteinander verbunden fühlen. Ausgelassen sein – wenigstens für eine kurze Zeit. Und mal nicht an das denken, was so furchtbar bedrückend ist.
Andere sagen: um fröhlich zu sein, brauche ich keinen Karneval. Das kann ich an allen 365 Tagen im Jahr. Als Kind habe ich mich zwar auch verkleidet. Aber heute… Ja, warum eigentlich nicht heute? Warum sich nicht ein bisschen anstecken lassen? Weiterlesen
Den Abend lang währet das Weinen, aber des Morgens ist Freude. (Psalm 30,6)
Im Kino ist es mir peinlich. Ich mag nicht nach den Taschentüchern kramen und mir die Nase schnäuzen – „So ein Sensibelchen, fängt gleich bei trauriger Musik schon an zu weinen!“ – das soll nicht gleich jede und jeder denken, wenn ich die Tempos knisternd rauskrame.
Doch die Filmemacher*innen wissen genau, wie das geht, dass mir ganz schnell die Tränen kommen. Es ist die Empathie, die dazu führt, dass wir Menschen wegen des Leidens anderer Menschen weinen. Übrigens ergeht es mir bei Beerdigungen auch manchmal so wie im Kino: Wenn die Angehörigen bei der Trauerfeier weinen, ja sogar schluchzen, dann bleibe ich davon nicht unberührt. Dann kommt der Kloß im Hals und ich muss tief durchatmen und mich auf meine Traueransprache konzentrieren. Weiterlesen
Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch Ruhe schenken. (Matthäus 11,28)
Herbst… Welche Bilder kommen Ihnen in den Sinn, wenn Sie das Wort Herbst hören? Bunte Herbstwälder? Farbenprächtige Drachen, die fröhliche Kinder steigen lassen? Gaben auf dem Erntedanktisch? Herbststürme, Regentage und die goldene Herbstsonne?
In meiner Kindheit bedeutete Herbst für mich vor allem ein weites Stoppelfeld, denn unser Garten grenzte an ein Weizenfeld. Dieses Stoppelfeld bot sich perfekt an, um Buden zu bauen oder Drachen steigen zu lassen. Und dann der Schock: Das Feld sollte bebaut werden, viele neue Häuser würden uns unser schönes Spielparadies nehmen. Damit waren wir so gar nicht einverstanden. Als die Messarbeiten losgingen und Grenzsteine gelegt wurden, zogen wir regelmäßig abends los und machten es uns verbotenerweise zur Aufgabe, Grenzsteine auszugraben und Messleinen zu verlegen. Weiterlesen
Sonntagmorgen, 7 Uhr. Der Intercity 208 fährt pünktlich in den Essener Hauptbahnhof ein. Müde nach einer nahezu schlaflosen Nacht, jedoch mehr als zufrieden, ja überaus dankbar, steige ich aus. Eigentlich ist es ein normales Wochenende im Juni und dennoch war alles ganz anders als sonst. Wenige Minuten später erreiche ich meinen Wagen, den ich am Freitagabend auf der Hohenburgstraße abgestellt hatte. Das scheint eine Ewigkeit her zu sein. Weiterlesen
Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. (1. Thessalonicher 5,16-18)
Wer mit offenen Augen durch Feld, Wald und Stadt läuft, der kann sie entdecken, kleine bemalte – oft wunderschöne – Steine. Meinen ersten Stein habe ich im letzten Jahr während eines Urlaubs in der Nähe von Jever auf einem Friedhof entdeckt. Für mich ganz unerwartet, klemmte er da wischen zwei Baumwurzeln und strahlte mich an. Viel Mühe hatte sich der Künstler oder die Künstlerin gegeben und ich habe mich sehr gefreut. Ein unerwartetes Geschenk, einfach so von irgendwem an mich. So habe ich das damals gesehen und diesen Stein eingesteckt und seither liegt er in unserem Auto und erinnert an einen schönen Urlaubstag. Weiterlesen