Was wir uns nicht verdienen und nicht verlieren können

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Ein wunderbarer Satz, wie ich finde, der in geradezu erfrischender Form daran erinnert, dass gute Vorsätze, Wünsche, Hoffnungen und Absichten auch schlicht einmal Gestalt gewinnen sollten. Also in die Hand und unter die Füße genommen und unter die Menschen gebracht, was sich so an Gutem in unseren Gedanken und Herzen angesammelt hat! Weiterlesen

Vieles ist möglich, wenn uns Gottes Wort nahe ist

Denn es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust. (5. Mose 30,14)

Am heutigen Sonntag geht es um die Ernsthaftigkeit im Glauben. In unserem Bibelvers meint das, Gottes Wort zu leben. Ich persönlich denke immer, dass ich das tue. Aber dann lese ich ein Gleichnis und mir fällt auf, dass ich mich meistens in der Position des Schwachen oder Ungläubigen wiederfinde. Der seinen Besitz nicht abgeben will. Der Vorurteile hat. Der sich selbst zu wichtig nimmt. Vielleicht lehne ich mich weit aus dem Fenster, aber ich behaupte, das geht uns allen oft so.

Wir kennen Gottes Gebote. Wir kennen Jesu Gleichnisse. Und wir wissen, was uns das Wort sagt. Wir wissen, was eigentlich richtig wäre. Aber wir wissen auch, das entspricht nicht der Natur des Menschen. Wir sind es gewohnt zu kämpfen, um mehr zu haben, weiter zu kommen, höher zu steigen. Dabei bleibt ganz oft die Menschlichkeit auf der Strecke. Denn um Menschlichkeit geht es in allen diesen Stellen. Das klingt hart, oder? Weiterlesen

Schutzengel in Corona-Zeiten

Wie wird es sein, wenn Sie in gut einem Monat lesen, was ich heute schreibe? Im Grunde frage ich mich das jedes Mal, wenn ich eine Andacht für unseren Gemeindebrief schreibe. Ich versuche mich in die Zeit fünf Wochen später zu versetzen und überlege, was dann „dran sein“ könnte.

Dieses Mal fällt es mir schwer. Noch immer gibt es ständig neue Nachrichten: Lockerungen, regionale Lockdowns, Hotspots, Regionen ohne Neuinfizierte, der Blick in die Welt, der einen erschauern lässt, und, und, und. Wir fahren auf Sicht. Wir hoffen – und nicht wenige bangen auch. In welcher Situation werden wir in fünf Wochen sein? Weiterlesen

Was uns trägt

Ihr habt gesehen, was ich mit den Ägyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht. (2. Mose 19,1-6)

„Was ist das nur für eine verrückte Zeit – da komme ich nicht mehr mit.“ Wie oft haben wir diese Worte in den letzten Wochen und Monaten gesagt oder wie oft haben wir uns ebenso gefühlt? Verrückte Zeiten – die erleben wir immer wieder. Corona ist da nur das Sahnehäubchen. Allerdings ein gewaltiges und ein besonderes – das ist wohl wahr.

Das Problem ist und bleibt die Ungewissheit, dieses Gefühl, nicht zu wissen, wohin das Ganze läuft. Das Ende scheint offen. Das macht Sorgen und lässt zweifeln. Aber auch das alles ist nicht neu, sondern begleitet die Menschheit von allem Anfang an. Weiterlesen

Einer geht mit

Ich war ängstlich und rief zu dem Herrn. Und er antwortete mir. (Jona 2,3)

Ängstlich sind viele von uns in dieser Zeit. Nun leben wir schon seit einigen Wochen mit der Pandemie, mit diesem neuen Leben, das sich niemand von uns je hätte vorstellen können. Wir haben ein Osterfest erlebt, das so anders war, Ferien, die sich nicht danach anfühlten. Und jetzt hätten sich viele sicher sogar gewünscht, dass die Schule wieder ganz normal hätte beginnen sollen, wenn unser Leben wieder normal sein könnte. Alle, die Abschlussprüfungen vor sich haben, sind verunsichert und die Lehrkräfte und Familien sind es natürlich auch.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, für mich war Ostern irgendwie so ein Datum, auf das vieles hinlief. Und als ich die Glocken aller Essener Kirchen am Ostersonntagmorgen läuten hörte und dazu in den strahlend blauen Himmel schaute, wurde mir ganz warm ums Herz. Und ich dachte, jetzt wird diese bedrückende Zeit bald ein Ende haben. Weiterlesen