Jede*r hat das Recht auf einen Platz zum Leben

Sondern wer von euch groß sein will, soll den anderen dienen. (Markus 10,43)

Erste*r sein wollen. Ist das etwas, worum nur Kinder in der Kita oder in der Schule streiten oder ist das vielleicht etwas Urmenschliches? Ist das nicht normal, sich für die eine oder andere Gelegenheit schon einmal frühzeitig um einen (guten) Platz zu bemühen? Langsam ist ja so manches wieder möglich – und da muss man oft schnell sein, wenn man für das eine oder andere z.B. noch Karten bekommen möchte.

Und überhaupt ist es ja auch grundsätzlich im Leben wichtig, einen Platz zu finden. Einen Platz zum Wohnen, einen Arbeitsplatz, einen Platz, an dem ich mich sicher, wohl und geborgen fühle. Weiterlesen

„Den Müden Kraft!“

Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden. (Jesaja 40,31)

Manchmal scheinen die vorgeschlagenen Bibeltexte für die jeweiligen Sonntage gerade jetzt, inmitten der Coronazeit, besonders in unsere Zeit zu sprechen. Der Text für den Sonntag Ende April, an dem wir unseren vierten Telefongottesdienst gefeiert haben, war so einer. Es ist ein Text für Krisenzeiten.

Das Volk Israel sitzt im Exil in Babylon. Der Tempel in Jerusalem ist zerstört. Die babylonischen Herrscher sind an der Macht. Sie verehren ihre eigenen Götter, sie bestimmen, was erlaubt ist und was nicht. Sehnsucht nach zu Hause. Wann wird es endlich wieder so sein, wie es war? Was ist mit unserem Gott? Lässt er uns etwa allein? Gibt es ihn vielleicht gar nicht? Oder ist er einfach nur schwächer als die Götter der Herrscher? Der Text ist ein Text für Krisenzeiten. Ein Text, der dich nimmt und schüttelt: Da, schau hin! Siehst du nicht? Weiterlesen