Ein Perspektivwechsel für unser Morgen

Das neue Coronavirus Sars-CoV-2, irgendwo in China entstanden aus einer unheimlichen Begegnung zwischen einem nicht so weisen Menschen und einem seltsamen Tier, hat den menschlichen Körper gekapert. Und das so effektiv, dass es binnen weniger Monate weit über vier Millionen Menschen weltweit befallen und eine kaum abzuschätzende Zahl von ihnen getötet hat. Es manipuliert Menschen in ihrem Innersten und zwingt sie, ein anderes Leben zu führen, als ihnen lieb ist. Sars-CoV-2 hat sich gerade zum Herrscher über die Welt aufgeschwungen. Weiterlesen

„Den Müden Kraft!“

Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden. (Jesaja 40,31)

Manchmal scheinen die vorgeschlagenen Bibeltexte für die jeweiligen Sonntage gerade jetzt, inmitten der Coronazeit, besonders in unsere Zeit zu sprechen. Der Text für den Sonntag Ende April, an dem wir unseren vierten Telefongottesdienst gefeiert haben, war so einer. Es ist ein Text für Krisenzeiten.

Das Volk Israel sitzt im Exil in Babylon. Der Tempel in Jerusalem ist zerstört. Die babylonischen Herrscher sind an der Macht. Sie verehren ihre eigenen Götter, sie bestimmen, was erlaubt ist und was nicht. Sehnsucht nach zu Hause. Wann wird es endlich wieder so sein, wie es war? Was ist mit unserem Gott? Lässt er uns etwa allein? Gibt es ihn vielleicht gar nicht? Oder ist er einfach nur schwächer als die Götter der Herrscher? Der Text ist ein Text für Krisenzeiten. Ein Text, der dich nimmt und schüttelt: Da, schau hin! Siehst du nicht? Weiterlesen