Leere Kirchen: Zeichen Gottes und Zeitansage

Massenhaft sind aus beiden Großkirchen im letzten Jahr die Menschen ausgetreten. Über eine halbe Million Kirchenmitglieder kehrten den Kirchen den Rücken. Ihre Plätze in den Kirchen bleiben leer oder waren es schon, weil sie sich innerlich von der Kirche schon länger verabschiedet hatten. Die Altersgruppe der 26jährigen bis 60jährigen, das sind die Steuerkräftigen, sehen keinen Sinn, der Institution Kirche ihr Geld anzuvertrauen. Damit bestätigt sich ein langer andauernder Trend: Die Kirchen werden in der Gesellschaft nicht mehr als wichtig wahrgenommen. Der Bedeutungsverlust ist gewaltig. Weiterlesen

Was für ein Vertrauen!

Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir. (2. Samuel 7,22)

„Was für ein Vertrauen!“ heißt das Leitwort des Kirchentags in diesem Jahr. Auch David vertraut ganz auf Gott. In seiner Umgebung werden viele andere Götter angebetet. Er will von ihnen nichts wissen. Nicht mein Problem, sagen Sie vielleicht, andere Götter kenne ich nur aus Götter- und Heldensagen, das sind Märchengestalten. Doch auch heute gibt es andere Götter. Weiterlesen

Die Tür steht offen

Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu, und dient ihm allein. (1. Samuel 7,3)

Über diesen Vers könnte ich viel Schönes oder auch Schmerzhaftes zum Stichwort „Herz“ schreiben, aber darum geht es hier nicht. Der Prophet Samuel spricht zu Menschen, denen Gott abhanden gekommen ist.

Damals hatten die Israeliten noch die Lade Gottes bei sich, ein heiliger hölzener Kasten, in dem die Gebotstafeln während der Wüstenwanderung mitgetragen wurden, und der die Gegenwart Gottes versinnbildlichte. Als diese Bundeslade auch im Krieg mitgeführt wurde, kam sie in feindliche Hände. Doch nun ist sie nach sieben Monaten wieder an ihrem Ort im Heiligtum der Stadt Silo. Und der Prophet ruft die Menschen dazu auf, sich wieder Gott zuzuwenden und die fremden Götter, die sie in der Zwischenzeit verehrten, beiseite zu legen. Weiterlesen