Vieles ist möglich, wenn uns Gottes Wort nahe ist

Denn es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust. (5. Mose 30,14)

Am heutigen Sonntag geht es um die Ernsthaftigkeit im Glauben. In unserem Bibelvers meint das, Gottes Wort zu leben. Ich persönlich denke immer, dass ich das tue. Aber dann lese ich ein Gleichnis und mir fällt auf, dass ich mich meistens in der Position des Schwachen oder Ungläubigen wiederfinde. Der seinen Besitz nicht abgeben will. Der Vorurteile hat. Der sich selbst zu wichtig nimmt. Vielleicht lehne ich mich weit aus dem Fenster, aber ich behaupte, das geht uns allen oft so.

Wir kennen Gottes Gebote. Wir kennen Jesu Gleichnisse. Und wir wissen, was uns das Wort sagt. Wir wissen, was eigentlich richtig wäre. Aber wir wissen auch, das entspricht nicht der Natur des Menschen. Wir sind es gewohnt zu kämpfen, um mehr zu haben, weiter zu kommen, höher zu steigen. Dabei bleibt ganz oft die Menschlichkeit auf der Strecke. Denn um Menschlichkeit geht es in allen diesen Stellen. Das klingt hart, oder? Weiterlesen

Der schöne Achim oder: Warum ich Pfarrerin wurde

Vermutlich kennen Sie den „schönen Achim“ nicht.

Heute ist er längst ein bisschen übergewichtig und der coole Pferdeschwanz einem Kurzhaarschnitt gewichen, der lichte Stellen besser überdeckt. Er spielt auch nicht mehr Gitarre in der Schülerband, sondern ist Berufschullehrer in der Nähe von Köln.

Aber damals, als es ernst wurde mit den wegweisenden Entscheidungen für mein Leben – da war der schöne Achim das Alpha-Männchen unser Jahrgangsstufe. Und ich war – ein Omega-Weibchen: uncool auf allen Ebenen, etwas dicklich und mit zu kurzen Beinen für die In-Jeans, mit fisseligem Haar statt langer Mähne. Wenigstens hatte ich keine Pickel, Gott sei Dank… Weiterlesen

Von Gott getragen und geleitet

Auch bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch tragen, bis ihr grau werdet. (Jesaja 46,4)

„Und wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen…“ stand als Leitwort über dem vorherigen Beitrag von Wera Wittberger. Im Alter noch vital sein, Kraft haben und aufblühen: Das klingt verheißungsvoll! Ob es aber auch wirklich so sein kann? Manche haben im Alter eine so lebendige Ausstrahlung, dass man spürt: Sie sind glücklich und zufrieden. Aber ich höre auch oft den Satz: „Alt werden ist nicht schön.“ Und ich frage mich dann: Ist das Alter doch eher zu fürchten? Weiterlesen

Pilgerwege: Heilsame Gegenerfahrungen zur Hektik des Alltags

Wir alle streben nach Glück. Doch stehen wir uns dabei nicht manchmal selbst im Weg? Immer mehr in immer kürzerer Zeit: Für viele Menschen ist die Hektik das normale Alltagstempo. Sich gehetzt zu fühlen gehört zum Lebensgefühl und durchzieht alle Lebensbereiche, ob am Arbeitszeit oder in der Freizeit. Hektik reicht bis in unsere Esskultur hinein. Ständig fühlen wir uns unter Zeitdruck. Für Ruhe bleibt weniger Zeit, für das bewusste Wahrnehmen, was in uns und um uns herum vorgeht. Weiterlesen

Pilgerwege: Ich bin dann mal weg – für ein paar Stunden

„Ich bin dann mal weg“, sagte sich Hape Kerkeling vor ein paar Jahren, machte sich auf den Jakobsweg und schrieb anschließend ein Buch darüber. Viele Menschen haben das Buch gelesen, sind dann auf dem Jakobsweg und vielen anderen Pilgerwegen gegangen. Pilgern ist „in“ – und das nicht nur bei gläubigen Menschen. Wer genau hinschaut, entdeckt an vielen Stellen auch in unserer Stadt die Pilgermuschel. Der Jakobsweg beginnt nicht erst in Spanien, Jakobswege gibt es auch hier. Weiterlesen