Stadtradeln #1: Gegenwindzeit

Wir leben in einer Gegenwindzeit. Ständig bläst uns der Wind ins Gesicht und hindert uns am Vorankommen. Denn immer gibt es etwas, das dagegen spricht oder von anderen anders gesehen wird. Das kann mitunter ziemlich nervtötend sein. Gegenwindzeit.

Was kann da helfen? Vielleicht ein kurzer Blick in die Bibel. Denn da ist der Wind nicht bloß eine (mal angenehme, mal unangenehme) Naturkraft. Er ist auch etwas, durch das Gott sich vernehmbar macht. Die hebräische Bibel benutzt für den Wind, den Atem und den in unsere Welt hineinwirkenden Gott ein und dasselbe Wort: ruach. Diese ruach ist am Werk, wenn Menschen aufatmen, wenn etwas in Bewegung gerät, wenn frischer Wind zu spüren ist, aber eben auch, wenn uns der Wind entgegenbläst. Weiterlesen

Das Unwort meines Lebens

Das Unwort des Jahres 2019 lautete: Klimahysterie. Das Unwort dieses Jahres wird erst im Januar 2021 gesucht. Mein persönliches Unwort des Lebens ist: Geduld. Und das ist es nicht, weil ich Geduld nicht mag oder nicht sinnvoll finde oder damit nichts anfangen kann, sondern das ist es, weil ich damit allergrößte Schwierigkeiten habe.

Ich bin leider kein besonders geduldiger Mensch. Vor allem nicht mir selbst gegenüber – manchmal kann man mich mit mir selbst schimpfen hören, weil ich mir selbst zu langsam bin, manches nicht schnell genug auf die Reihe bekomme, dann erlebt mich aber auch ungeduldig im Umgang mit anderen. Bei Fremden nehme ich mich meistens sehr zurück; die eigenen Leute aber können meine Ungeduld leider oft spüren. Die Lebensweisheit: „In der Ruhe liegt die Kraft“ ist mir überhaupt nicht fremd, geht mir oft auch leicht über die Lippen, aber wirklich beherzigen tue ich diese Weisheit nicht. Leider! Weiterlesen