Verlass mich nicht, wenn ich schwach werde

Kirche und Diakonie engagieren sich auf vielfältige Weise, um Menschen beim Älterwerden und erst recht im hohen Alter zu unterstützen. Altwerden und Alt sein in Deutschland sind bunt geworden. Genauso vielfältig ist das, was Seniorinnen und Senioren in Kirche und Diakonie finden können. Es gibt ganz niedrigschwellige Möglichkeiten, um mit anderen etwas zu unternehmen oder Gemeinschaft zu erfahren: in der Offenen Seniorenarbeit, bei Bildungsangeboten oder Seniorenreisen, in Seniorentagesstätten oder in Gruppen, Clubs und Treffs in fast jeder Kirchengemeinde. Entsprechend groß ist aber auch die Spannbreite der Dienstleistungen, wenn es im Alter schwierig wird. Sie reicht von stationären Pflegeeinrichtungen über betreutes Wohnen, ambulante Pflege zu Hause, Essen auf Rädern bis zur Pflegeberatung oder zu Demenz-Cafés. Zu den Ressourcen evangelischer Altenarbeit gehört aber natürlich auch das, was die Schatzkiste der Bibel uns bietet. Weiterlesen

Die gute Nachricht

Was für eine verheißungsvolle Ankündigung. So etwas höre ich natürlich gern. Eine gute Nachricht: so steht es an der Kanzel im Gemeindehaus Isinger Feld. Der ehemalige Presbyter Heinrich Strüngmann hat sie 1991 für unsere Kirchengemeinde angefertigt. Von dieser Kanzel aus lesen wir im Gottesdienst vor, hören wir aus der Bibel, auch aus den Evangelien, die uns von Jesus erzählen. Evangelium – das heißt übersetzt: Gute Nachricht. Das, was wir von Jesus hören, was uns überliefert wurde, und das, was wir von Gott hören aus der Bibel – das ist eine wirklich gute Nachricht, da lohnt es hinzuhören. Weiterlesen

Du bist schön!

Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin. (Psalm 139,14)

Es ist wieder einmal ein ungewöhnliches Thema, das diesjährige Motto der evangelischen Fastenaktion 7 Wochen ohne: „Du bist schön! – 7 Wochen ohne Runtermachen.“ Kritisch wurde schon angemerkt: Der erste Satz klingt eher nach der Überschrift eines Lifestyle Magazins. Wo ist da „das Christliche“? Im zweiten Satz, der moralischen Aufforderung, ist das Christliche leichter erkennbar: Sich sieben Wochen lang darum zu bemühen, andere Menschen nicht so oft „runterzumachen“. Nicht mit Worten, nicht mit Taten und auch nicht in Gedanken. Das ist unzweifelhaft christlich. Aber damit sind wir schon mittendrin im Thema. Wieso empfinden wir es nur als christlich, Andere gut zu behandeln? Oder sie schön zu finden? Genau deshalb ist dieses Thema gewählt. DU, Leser, und DU, Leserin, bist schön! Das zu sagen fällt fast allen Menschen schwer. Weiterlesen

Redet, was gut ist

Redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören. (Epheser 4,29)

Da traut einer der Macht der Worte etwas zu. Mindestens ebenso viel wie der Macht der Taten. Worte können mehr als Schall und Rauch sein: Segensträger. Von Ferne zunächst ahnen wir, wie sehr das stimmt. Denn es gibt Worte, die können alles kaputt machen und Menschen in ihrem Innersten zerstören. Und es gibt Worte, die lassen uns aufblühen, sind wie ein warmer Regen für die Seele, verleihen ihr Kraft und den Gedanken Flügel. Manchmal sehnen wir uns nach solchen Worten. Aber schaffen wir es auch, sie zu finden und auszusprechen? Weiterlesen

Ich schäme mich des Evangeliums nicht

Ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt. (Römer 1,16 | Monatsspruch für den Februar)

Ist es Ihnen peinlich, im Alltag von Ihrem Glauben zu sprechen?

Im Berufskolleg in Wuppertal unterrichte ich Religion in einer Klasse für Installateure, lauter junge Männer unterschiedlichster Herkunft. „Was wissen Sie von Ihrem Glauben?“, fragte ich. Die direkte Antwort kam von den Muslimen. Sie kannten ihr Glaubensbekenntnis zu Allah und seinem Propheten. Die Christen hielten sich auffällig zurück. Auf Nachfrage gaben sie mir doch noch einige Auskünfte. Die Wissenslücken über den Glauben waren groß – bei allen Auszubildenden. Und wahrscheinlich ist das nicht nur bei ihnen der Fall. Weiterlesen

Hier kann auch ich noch sehr viel lernen

Heute Abend beginnt in der Evangelischen Kirchengemeinde Bedingrade-Schönebeck ein Bibelkurs: Die fünf Treffen im Lutherhaus schlagen einen Bogen von der Schöpfungsgeschichte bis zur Offenbarung – und am Ende steht die Erkenntnis, dass die Beziehung zwischen Gott und den Menschen schon eine sehr lange Geschichte hat. Moderiert werden die Abende von  Pfarrer i.R. Lothar Lachner, der in seinem Beitrag die Ziele des Seminars erläutert. Weiterlesen

Einander annehmen und aufs Dach steigen gehören zusammen

Der Mann stand auf, nahm seine Trage und ging. Alle, die es sahen, waren fassungslos, priesen Gott und sagten: So etwas haben wir noch nie gesehen. (Markus 2,12)

Was für eine Geschichte! Sie enthält fast alles, was man von der Jesus-Bewegung wissen muss. Und sie sagt mehr aus als wohlmeinende Beteuerungen der „Liebe Gottes“ und Ermunterungen zu mehr Freundlichkeit untereinander. Weiterlesen

Nehmt einander an!

Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.
(Römer 15,7 | Jahreslosung 2015)

Das alte Jahr ist zu Ende gegangen. Wir spüren, es war kein gutes Jahr, was den Frieden in der Welt angeht.

Im Gegenteil, die kriegerischen Auseinandersetzungen nehmen zu und werden immer brutaler. Besondere Sorge macht uns die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS), die immer brutaler gegen Yesiden, aber auch Muslime vorgeht, die nicht ihre verquere Art des Glaubens leben wollen. In Syrien und im Irak verbreiten sie Angst und Schrecken. Längst haben ihre Drohungen den Westen erreicht, deren Staaten den Kurden und Yesiden zur Hilfe kommen wollen. Medienwirksame Enthauptungen gehen durch die Presse.

Demgegenüber stehen die Worte des Apostels Paulus, die uns durch das neue Jahr geleiten. In seinem Brief an die Gemeinde in Rom erinnert er uns daran, dass „Christus sowohl für das jüdische Volk als auch für die anderen Völker gekommen ist“. Von daher ruft er alle zu Christus Gehörenden auf, dessen Vorbild zu folgen und „Gott zu ehren, indem wir einander annehmen, wie Christus uns angenommen hat”. Weiterlesen