Was wir jetzt brauchen, ist vor allem Besonnenheit

Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. (2. Timotheus 1,7 | Einheitsübersetzung)

1. Der Israel-Korrespondent der ARD, Richard C. Schneider, hat Mitte Januar 2016 sein Erschrecken über die laufenden Debatten in Deutschland in einem Facebook-Beitrag geäußert:

„Seit etwas mehr als einer Woche mache ich einen riesigen Fehler: Ich schaue mir deutsche Talkshows an. Das Thema ist immer dasselbe…: Terror, Islamisten, Flüchtlinge. Und dann immerzu die Angst der Deutschen. Eine unglaubliche Hysterie hat das Land befallen, wenn man den Medienberichten glauben darf. Mit viel Halbwissen – oder gar keinem – wird über den Islam schwadroniert, werden Verschwörungstheorien in die Welt gesetzt, werden die Ängste der Bevölkerung/Zuschauer/Leser/Hörer in immer höhere Höhen getrieben. Weiterlesen →

Weg der Liebe und der Tröstung | Andächtiges zur Jahreslosung #4

Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet. (Jesaja 66,13)

Gott, wie eine liebende, tröstende Mutter, Gott, wie ein hilfloses und schwaches Kind. Das sind beides Bilder, die unsere Vorstellung von Gott, vom Göttlichen, wohl um diese Tage jedes Jahr aufs Neue in Erstaunen versetzen. Und beides sind Bilder, die uns von Gott als der Liebe wie kaum andere erzählen können.

Vielleicht denken Sie an Situationen, in denen Sie Ihre Kinder als Mütter oder Väter, als Großmütter oder Großväter getröstet haben, als sie vielleicht hingefallen waren oder abgelehnt worden waren; oder als sie größer wurden und den ersten Liebeskummer hatten. Vielleicht erinnern Sie sich, wie Sie selbst als Kind auf den Schoß Ihrer Mutter, Ihres Vaters oder eines anderen nahen Menschen gesessen haben. Vielleicht sind selbst die Gefühle von Geborgenheit, die sich da in Ihnen ausbreiten, noch heute nachzuspüren. Vielleicht haben Sie sich dieses Gefühl aber auch nur sehnlich erwünscht und es doch entbehren müssen. Weiterlesen →

Wenn die Liebe zerbricht

„Was sind schon die vielen kleinen Landabenteuer der Liebe gegen die große Schifffahrt der Ehe?“, so fragte einst der Philosoph Ernst Bloch. Aus diesen Worten spricht die Erfahrung einer Liebe, die Bestand hat – wie ein Schiff, das die Stürme des Lebens nicht nur übersteht, sondern vielleicht sogar gestärkt daraus hervor geht – eine Liebe, die nicht nur bleibt, sondern sich vertiefen und wachsen kann. Ich bin mir sicher, dass die allermeisten Hochzeitspaare sich genau dies wünschen, wenn sie beschließen, eine Ehe einzugehen: eine Liebe, die bleibt und die ein tragfähiges Fundament bildet für viele Jahre und für eine eventuell wachsende Familie. Weiterlesen →