‘s ist Krieg! ‘s ist Krieg!

‘s ist Krieg! ‘s ist Krieg! / O Gottes Engel wehre, / Und rede Du darein! / ‘s ist leider Krieg – / und ich begehre / Nicht schuld daran zu sein! (Matthias Claudius)

Diese erste Strophe eines Gedichtes, paradoxerweise geschrieben in kriegsloser Zeit, ist ein flammendes Plädoyer gegen den Krieg, verfasst im Jahr 1778 vom deutschen Lyriker Matthias Claudius. Sein „‘s ist leider Krieg – “ will als Ausdruck echten Kummers verstanden werden, und das vehemente „und ich begehre / Nicht schuld daran zu sein!“ ist eindeutige Stellungnahme gegen den Krieg.
Hundert Jahre nach dem Ersten und siebzig Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ist dieses Gedicht immer noch aktuell. „‘s ist leider Krieg“, immer noch und immer wieder in vielen Teilen der Welt, auch ganz nahe bei uns, in der Ukraine.
Dagegen setzen wir in unserer Gemeinde die Bitte „O Gottes Engel wehre, / Und rede Du darein!“ – in langer und guter Tradition von Friedensgebeten. Weiterlesen

Frieden ist der Weg

Vor siebzig Jahren lag unsere Welt in Trümmern. Die Alten haben es noch erlebt. Wir Jungen wollen das nicht vergessen.
Mit Schrecken nehmen wir wahr: Im Osten Europas brennt ein heißer Krieg. Im Süden Europas ertrinken Menschen zu Tausenden an den Grenzen unseres Wohlstandes.
Überall in der Welt entwurzeln, verstümmeln und töten Kriege Menschen, auch am 8. Mai 2015. Syrien, Afghanistan, Mali, Nigeria, Kongo… auch mit Waffen aus Deutschland. Und mitten unter uns: die alten Parolen, Fremdenfeindlichkeit und Gewaltbereitschaft.
Wir denken: Das betrifft uns. Das fordert uns heraus. Wir fragen: Wie sind wir verstrickt? Was können wir ändern? Wir appellieren: Lasst uns eine Kultur des Friedens und der Toleranz weiter entwickeln – hier in Essen, in unserem Land und überall. Weiterlesen

Warum wir Bettzeug für ukrainische Flüchtlinge sammeln

An jedem Samstag im Januar sammelt die Evangelische Kirchengemeinde Königssteele Bettzeug für Flüchtlinge aus der Ukraine, die sich wegen der schwierigen politischen und wirtschaftlichen Lage in ihrem Land auf den Weg nach Ostungarn gemacht haben und dort von der Diakonie versorgt werden. Die Hilfsbereitschaft ist groß: Am letzten Samstag stauten sich die Autos auf der Kaiser-Wilhelm-Straße. Nicht nur aus vielen Essener Stadtteilen, sondern auch aus Mülheim, Duisburg und Wattenscheid kamen Spender nach Steele; mittlerweile bemühen sich die Organisatoren um einen größeren LKW. Wulf Carstensen erzählt, wie es zu der Hilfsaktion kam und warum er sich für Flüchtlinge engagiert. Weiterlesen