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Ostern heißt: an das Wunder der Auferweckung glauben

Wenn ich mit meinen SchülerInnen darüber rede – große Augen: ist das wirklich wahr? Das glaub‘ ich nicht: Jesus ist tot – und dann steht er einfach wieder? Kann doch nicht sein! Wo ist der Beweis? Auferstehung ist hier auch ein wenig verwirrend. Allein schafft er das nicht: das ist nicht, wie aus dem Bett aufzustehen.

Auferweckung wäre der passendere Begriff, denn Jesus – er macht das nicht selber, das schafft er nicht aus eigener Kraft. Sondern es ist Gott, der ihn wieder lebendig macht, der ihn wieder auferweckt – zum Leben.

Und das ist – ja, das ist ein Wunder: das ist unglaublich. Gott zeigt hier die volle Stärke seiner Macht: sogar der Tod hat keine Chance gegen ihn; er will das Leben.

Und Jesus? Er kommt zurück – in die Welt, die er gerade verlassen hat. Er geht nicht irgendwo hin, wo es paradiesisch schön ist, wo alles besser ist. Sondern wieder hierhin in unsere Welt, in eine Welt, in der gestorben wird – an Krankheiten und Alter, aber auch an Hunger, Gewalt und Krieg.

Genau dorthin ist dieses Zeichen gesetzt. Und wenn wir Ostern feiern, dann bekennen wir genau das: unseren festen Glauben daran, dass nicht der Tod das letzte Wort haben wird – genauswenig, wie die Gewalttäter und Kriege in der Geschichte dieser Welt das letzte Wort haben werden. Sondern das Leben, das Zusammenleben in Frieden. Dass wir das für möglich halten, dass dieses Wunder wahr wird – das ist für mich der Osterglaube.

Monika Kindsgrab