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Friedensgruß zum Arche Noah-Fest

Der Krieg in der Ukraine ist schrecklich – und er ist gleichzeitig nicht der einzige Krieg in der Welt. Er hat die Berichte über die anderen Kriege weitgehend verdrängt, weil er in Europa stattfindet. Nur wenige Flugstunden von hier. Die Bilder zerbombter Häuser, zerstörten Lebens und flüchtender Menschen machen mich oft sprachlos.
Angesichts dieser Gewalt erscheint mir persönlich in diesem Jahr unser Arche Noah-Fest so wichtig wie nie: ein Fest, das die Verständigung und das Miteinander verschiedener Religionen und Kulturen feiert!

Als Gläubige der verschiedenen Religionen haben wir die Möglichkeit, alles, was uns bewegt, in unsere Gebete aufzunehmen – all das, was mich belastet und was mich freut, im Gebet vor dem auszubreiten, der in jeder Religion seinen eigenen Namen hat.
Als Christin lege ich meine Klage und meine Hoffnung in das Gebet zu Gott. Ich klage Gott das Grauen der Kriege dieser Welt und nehme ihn ernst als Anwalt der Schwachen und Liebhaber des Lebens. Indem ich klage, liegt darin gleichzeitig der Keim der Hoffnung, dass Gott hören und handeln wird und dass er der Gewalt nicht das letzte Wort lässt.

„Glücklich sind, die Frieden stiften“, heißt es in der Bergpredigt Jesu. Und genau das tun wir mit dem Arche Noah-Fest, wenn unterschiedliche Menschen sich zusammensetzen, miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam Musik hören. Das sind kleine Hoffnungszeichen dafür, dass die Verheißung Gottes von Frieden und Gerechtigkeit wahr werden kann. Also: lasst uns in diesem Geist des Friedens miteinander feiern!

Marion Greve