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Mit Gott verbunden bleiben

…auf dass sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst. (Johannes 17,23)

Als Kind habe ich gerne am Feiertag Christi Himmelfahrt an dem ökumenischen Gottesdienst unserer Gemeinde teilgenommen. Besonders gut sind mir die anschließenden Ausflüge mit der gesamten Gemeinde in Erinnerung. Es wurde gesungen und gebetet, gespielt und geredet, gewandert und gefeiert. Wir wussten uns als Christen miteinander verbunden, egal ob katholisch oder evangelisch, Mann oder Frau, Kind oder Opa. In diesen Stunden erlebte ich mit allen Sinnen, was es bedeutet, dass „alle eins seien“.

Im Johannesevangelium, Kapitel 17, können wir ein Gebet Jesu an seinen Vater lesen. Darin bittet er Gott für alle, die er selbst mit seinem Wort erreicht hat, dass sie mit ihm und Gott verbunden bleiben. Auch dann, wenn Jesus selbst nun, vierzig Tage nach seiner Auferweckung an Ostern, wieder zurückkehrt zu seinem Vater.

Aber das ist noch nicht alles. Vers 20: „Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, dass sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, auf dass die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“

Es kommt also auch auf jeden einzelnen von uns an! Auch wir sollen von Jesus weitererzählen und seine Worte weitergeben. Auch wir waren damals nicht dabei, waren nicht in Jerusalem, haben nicht mit Jesus vor Ort gelitten und gefeiert. Aber uns wurde von Jesus erzählt und wir können seinen Lebensweg darum auch heute nach- und miterleben.

So wie wir selbst durch andere Menschen zum Glauben kamen, so können auch wir die Botschaft weitergeben. Die wichtigsten Inhalte dabei sind:

* dass die Menschen eins seien,
* dass sie erkennen, dass Gott Jesus in die Welt gesandt hat und
* dass Gott die Menschen liebt (Vers 23).

Es ist schwierig, sich als Gemeinschaft zu empfinden, wenn man nicht einmal in kleinen Gruppen zusammenkommen darf. Dennoch wissen wir uns getragen in dieser Gemeinschaft der Christen. Denn viele Menschen sprechen offen über ihren Glauben, der sie auch in diesen schwierigen Zeiten trägt. Viele beten gleichzeitig zum Glockengeläut das Gebet Jesu. Bei vielen drückt sich die Liebe Gottes zu uns in ihrem selbstlosen Einsatz für andere Menschen aus. Ob in beruflicher Funktion oder auch in ehrenamtlicher Hilfe für Schutzbedürftige zeigt sich Gottes Liebe als weitergegebene Nächstenliebe. Herzlichen Dank!

Bei allen Schwierigkeiten, Einschränkungen, ja Bedrohungen unseres Lebens wissen wir uns doch verbunden durch Jesu Worte und Handeln. Verbunden auch über persönliche Kontaktverbote hinweg. Verbunden miteinander und verbunden mit Gott, der Jesus in unsere Welt sandte, um uns seine Liebe zu erweisen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als all unsre Vernunft, der halte unsern Verstand wach und unsre Hoffnung groß und stärke unsere Liebe. Amen.

Heike Remy

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