Dieser Beitrag wurde 218 mal aufgerufen

Zukunftsplan: Hoffnung

Denn ich allein weiß, was ich mit euch vorhabe: Ich, der HERR, habe Frieden für euch im Sinn und will euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung. Mein Wort gilt! (Jeremia 29,11)

Ich allein weiß, was ich mit euch vorhabe, – so Gottes Spruch – Pläne des Friedens und nicht des Unglücks; ich will euch Zukunft und Hoffnung geben. Wenn ihr mich ruft, wenn ihr kommt und zu mir betet, werde ich euch hören. Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden… Ich werde euer Schicksal zum Guten wenden…

Diese Verse sind Teile eines Briefes, den der Prophet Jeremia vor etwa 2600 Jahren geschrieben hat. Ein schrecklicher Krieg hatte Israel überzogen. Jerusalem mit dem Tempel ist zerstört. Viele Menschen sind in das fremde Babylonien verschleppt worden.

Jeremia will in diesen Zeiten Mut machen. Allerdings schätzt er die Lage realistisch ein. Er verspricht nicht, dass die Verschleppten schon bald nach Hause zurückkehren können. Aber er verspricht, dass Gott auch hier in der Fremde für sie erreichbar ist. Er hat die Menschen nicht vergessen und er wird sie nicht vergessen. Er hat Pläne des Friedens, nicht des Unglücks…

Wie werden diese Worte damals auf die Menschen gewirkt haben? Ich glaube nicht, dass sie sich einfach nur vertröstet gefühlt haben, denn sie haben sie ja gehört, bewahrt und weitergegeben. Haben sich erzählt von diesem Gott, der auch gerade in dieser Notlage zu ihnen hält. Auch wenn Zweifel und Verzweiflung und das Gefühl, entwurzelt zu sein, sicher immer wieder auch da waren.

Aber die Hoffnung, dass sich alles zum Guten wenden wird, eben auch. So möchten uns am heutigen Weltgebetstag auch Frauen aus England, Wales und Nordirland einladen, den Spuren der Hoffnung nachzugehen. Sie können nachvollziehen, was es bedeutet, an einem fremden Ort leben zu müssen. Denn viele Menschen, die heute auf den Britischen Inseln leben, sind aus ihrer Heimat geflohen.

Und oft sind es gerade Frauen, die von Armut, Isolation und sexueller Gewalt betroffen sind. Sie erzählen uns persönliche Geschichten, in denen sich Menschen trotz und in allem von Gott begleitet und gestärkt fühlen.

Zukunftsplan: Hoffnung. Die Künstlerin Angie Fox zeigt uns, wie dieser Weg aussehen kann: Weit geöffnete Türen mit zerbrochenen Ketten, eine Friedenslilie, die das Pflaster durchbricht, ein Weg, der durch nichts behindert wird, über dem die Friedenstaube und der Regenbogen wachen.

Wahrhaft ein prophetisches Hoffnungsbild, das auch bis vor wenigen Tagen für Europa hätte stehen können – das aber ein Mann innerhalb weniger Stunden jäh zerstört hat. Ich allein weiß, was ich mit euch vorhabe.. Pläne des Friedens und nicht des Unglücks; ich will euch Zukunft und Hoffnung geben.

Erinnern wir Gott gemeinsam an sein Versprechen, lasst uns zu ihm beten und ihn bitten, dass dieser Krieg sehr bald ein Ende hat.

Wir beten das Friedensgebet des Weltgebetstages:

Gott der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, unsere Gedanken und Gebete sind bei unseren Schwestern und Brüdern in der Ukraine und den umliegenden Ländern in ihrer Angst und Not. Wir beten auch für alle anderen Regionen der Welt, in denen es Konflikte, Unruhen oder Unterdrückung gibt.

Wir beten, dass Versöhnung Hass entwaffnet, Frieden Krieg besiegt, Hoffnung Verzweiflung überwindet, und dass deine Pläne des Friedens in Erfüllung gehen. Gott, in deiner Barmherzigkeit: Erhöre unser Gebet. Amen.

Sabine Grüneklee-Herrmann