Wer sich auf der Stadtradeln-Homepage angemeldet hat und auch schon die erste Willkommensmail unseres Teamkapitäns Frank Rosinger erhalten hat, wird über den Hashtag #SucheSicherenRadweg gestolpert sein. Sicherlich kann jeder von uns, der mit dem Fahrrad unterwegs ist, sich mit dieser Aussage identifizieren. Einen eigenen Weg zu haben, auf dem man sicher und recht abgeschirmt stressfrei Rad fahren kann – das bieten leider nur unsere niederländischen Nachbarn im großen Ausmaße an.
Verlassen wir mal den Radweg und schwingen uns auf einen anderen Weg, den jeder Mensch geht – den Weg des Lebens. Ob mit oder ohne Gott, welchen Glauben auch immer, wir Menschen sind unterwegs. Und oft, sowie Pfarrer Gereon Alter in seinem Anfangsimpuls in der letzten Woche schrieb: mit Gegenwind.
Vielleicht ist uns allen ein zentrales Zitat Jesu aus dem Johannesevangelium (Joh. 14,6) bekannt, in dem Jesus von sich sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich“. So wie ich Jesus in der Bibel und in meinem Leben kennengelernt habe, wird er diese Aussage nicht hochnäsig und arrogant von sich gegeben haben. Ich stelle mir vor, dass er den Menschen um ihn herum eher liebevoll und fürsorglich diesen Hinweis gegeben hat. Er hat auf diesen sicheren Weg hingewiesen und Hilfestellung gegeben.
#SucheSicherenGlaubensweg – da ist er – ein Weg, welcher uns sicher dorthin bringen kann, was wir Christen als Glaubensziel bezeichnen. Mal auf ewig bei Gott sein zu können – auf der anderen Seite der tiefen Schlucht. Dort, wo mal paradiesische Zustände herrschen werden, also nie mehr Gegenwind…
Und dank Jesus ist uns Menschen eine Brücke über diese Schlucht gegeben. Wenn Sie für das ökumenische Radteam „KREUZ und quer“ in die Pedale treten, dann haben Sie den sicheren Weg ja schon gefunden und wir nutzen ihn gemeinsam. Meine Erfahrung zeigt, dass es dabei gar keine Rolle spielt, welcher Glaubensgemeinschaft ich angehöre, denn die gemeinsame Grundlage, dass Kreuz als sicheren Weg, schafft so viel Gemeinsamkeiten!
Lassen Sie uns doch mit dem Glaubensweg so verfahren wie mit einem guten und sicheren Radweg, den man entdeckt hat: weitersagen, empfehlen und darauf hinweisen, dass dieser sichere Weg einen ans Ziel bringt. Denn so, wie wir auf der Suche nach schönen und sicheren Radwegen sind, ist vielleicht der ein oder andere Mensch neben uns noch auf der Suche nach dem Weg hin zu Gott.
Holger Zepper