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Vergebung ist keine Einbahnstraße

„Vergebt einander, gleichwie euch Gott vergeben hat in Christus“ (Epheser 4,32)

Die tagtäglichen Begegnungen mit anderen Menschen bereichern unser Leben, das dadurch bunt und spannend wird. Aber es besteht immer wieder auch die Gefahr, dass wir uns gegenseitig verletzen. Oft geschieht dies ohne Absicht aus Unachtsamkeit. Diese bittere Erfahrung kann uns am Leben verzweifeln lassen. Das muss nicht sein. Die Bibel zeigt uns einen Lebensstil auf, mit dem es uns gelingt, nicht an unseren Verletzungen zu verzeifeln,  sondern sie zu bewältigen.

„Vergebt einander, gleichwie euch Gott vergeben hat in Christus“ (Epheser 4,32) sagt der Apostel Paulus im Brief an die Gemeinde in der griechischen Stadt Ephesus. Damit macht Paulus ganz klar: Der Weg der Vergebung ist keine Einbahnstraße, sondern ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen.

Ich nehme dieses Wort von Paulus so auf: Vergebt einander, indem ihr Brücken zueinander baut, sie werden Versöhnung ermöglichen und Gemeinschaft stiften. Auf diese Weise könnt ihr zum Segen für euch und eure Mitmenschen werden. In dem modernen Kirchenlied von Kurt Rommel heißt es in der ersten Strophe:

Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen, gib mir den Mut zum ersten Schritt. Lass mich auf deine Brücken trauen, und wenn ich gehe, geh du mit.“

Gott hat durch Jesus Christus eine Brücke der vergebenden Liebe zu uns gebaut – damit wir selber Brücken zueinander bauen, die aus Liebe und Vergebung bestehen.

Eine Brücke bauen heißt: Verbindung zueinander herstellen.
Eine Brücke bauen heißt: Aufeinander zugehen.
Eine Brücke bauen heißt: Worte der Vergebung zueinander sagen.
Eine Brücke bauen heißt: Hände zur Versöhnung reichen.

Lassen Sie uns alle Brückenbauer und Brückenbauerinnen werden. Darauf liegt Gottes Segen und wir können dadurch zum Segen für unsere Mitmenschen werden.

Steffen Hunder