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Gott ist voller Schönheit

Der Herr gab zur Antwort: Ich will meine ganze Schönheit vor dir vorüberziehen lassen und den Namen des Herrn vor dir ausrufen. (Exodus 33,19a)

All Morgen ist ganz frisch und neu, des Herren Gnad und große Treu… ich summe leise, während ich barfuß auf der Terrasse stehe. Das erste Mal in diesem Jahr. Es ist noch ganz schön kalt, aber der Frühling liegt in der Luft. Der Wind ist das erste Mal warm, die Sonne scheint und ich ahne ihn schon ein klitzekleines bisschen… den Sommer.

Im Sommer singe ich viel mehr als im Winter. Geht Ihnen das auch so? Fröhliche, dankbare Morgenlieder wie „All Morgen ist ganz frisch und neu“. Aber auch sanfte, in Vergessenheit geratene Lieder, richtig schön laute Rockmusik (zum Leidwesen meiner Nachbarn), Lieder mit starken Texten oder Ohrwurm-Melodien.

Im Sommer beobachte ich, dass die Menschen mehr lachen. Ist ja auch klar: wenn man morgens von der Sonne geweckt wird und förmlich spürt, wie man Sommersprossen auf der Nase kriegt…

Und dann diese Schönheit. Die Schönheit des Sommers. Die Blumen, der warme Wind, das Gras zwischen den Zehen, die Kerzen unter warmem Sternenhimmel… mit einem Hauch von Wehmut, weil sie vergänglich ist, die Schönheit.

In einem Buch von Stacy Eldredge („Weißt du nicht, wie schön du bist?“) las ich, dass wir Frauen dafür gemacht sind, Schönheit zu bringen und zu lieben. Wir dekorieren, wir pflanzen Blumen, wir räumen auf, wir machen uns selbst schön. Es wäre unfair, das auf Frauen zu begrenzen, und doch ist etwas dran, an der Verbindung von Frau und Schönheit.

Der Sommer zeigt uns, in seiner Schönheit, in seiner Melodie und seinem Lachen, dass Gott nicht etwa männlich ist. Gott ist nicht Mann oder Frau, sondern Gott. Und Gott liebt die Schönheit.

In Exodus 33,19a lesen wir, dass Gott sagt: „Ich will meine ganze Schönheit vor dir vorüberziehen lassen und den Namen des Herrn vor dir ausrufen.“

Gott ist der Ursprung all dieser Schönheit. Die Quelle all der überwältigenden Dekoration, die die Pflanzen im Sommer tragen. Gott ist der (oder die), der uns das Lachen und die Sommersprossen ins Gesicht legt. Gott ist voller Schönheit, Anmut, Liebreiz. Wenn wir im Sommer Gottes Schönheit erahnen, wie sie an uns vorüberzieht, ahnen wir auch, dass Gottes Schönheit unvergänglich und ewig ist. Morgenglanz der Ewigkeit… und da singe ich wieder!

Was soll man dazu noch sagen? Na, in etwa das:
Genießen Sie jeden Morgen! („All Morgen ist ganz frisch und neu…“)
Spüren Sie das Leben in sich. (Astrid Lindgren, „Madita“)
Tragen Sie Flip Flops. (Außer, Sie gehen den Jakobsweg)
Beten, meditieren oder musizieren Sie im Freien. (Was ist Ihr Sommerlied?)
Schauen Sie mal in Ihrer Gemeinde vorbei… hier ist einiges los!

Ich wünsche Ihnen Gottes unermesslich schönen Sommersegen. Im Herzen, im Lächeln, im Wind.

Tabea Meyer

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