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Von Schafen, Wölfen, Schlangen und Tauben

Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Seid klug wie die Schlangen, aber zugleich aufrichtig wie die Tauben. (Matthäus 10,16)

Im Kindergarten sprechen wir vom Paradies und seiner Tierwelt, in der Vorbereitung der Kinderbibelwoche beschäftigen wir uns mit der Arche Noah und all den Tieren darauf. Aber dass auch Jesus gleich vier Tiere in einem Vers unterbringt, verblüfft wahrscheinlich nicht nur mich: Seinen Jüngern will Jesus mit diesen tierischen Vergleichen deutlich machen, wie sie als seine Gesandten in der Welt zurechtkommen sollen. Die Welt ist kein unschuldiger Kindergarten. In der Welt wird mancher Mensch dem anderen Menschen zum Wolf, ein böser, aggressiver Feind. Christen sollen aber – im Sinne Jesu – Schafe sein: friedlich und mit Gemeinschaftssinn unterwegs, um den Frieden zu verkünden, mit dem einen Hirten Jesus Christus, dem sie folgen. Dabei dürfen sie aber nicht in die Irre gehen, sich nicht einwickeln oder abschrecken lassen, und sie sollen natürlich auch nicht zum Opfer werden.

Bei der Schlage fällt uns die verführerische Schlange im Paradies ein. Und die Taube symbolisiert biblisch den Heiligen Geist. Doch gilt auch: Klug sind die Schlangen, weil sie „den richtigen Riecher“ haben und so auf ihrem Weg zielstrebig vorankommen, treu oder aufrichtig ist die Taube, weil sie ihren Heimatschlag genau kennt und anfliegt. Die den Frieden liebenden und Gemeinschaft schaffenden Christen sollen klug sein und auf dem Weg Jesu weitergehen um nach Hause zu kommen, zu Gott. Sie sollen das Reich Gottes auf Erden voranbringen: eine Welt des Friedens, der Gerechtigkeit und der Liebe.

Jesus ruft damit auch uns zum Glauben lernen und bekennen auf: lernt euren Glauben immer besser kennen, werdet sicherer und fester in eurem Glauben und lernt, zu eurem Glauben zu stehen, euer Vertrauen wirklich in Gott zu setzen. Dann seid ihr keine dummen Schafe, sondern eine Herde, die weiß, welchem Hirten sie vertrauen kann: Jesus Christus. Sie sind herzlich eingeladen zu unseren Gottesdiensten, Glaubenskursen und Glaubensgesprächen. Auf das wir mündige Christen werden.

Henny Dirks-Blatt