Ein Neuanfang ist möglich

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. (Ezechiel 36,26)

So lautet die Jahreslosung für 2017. Als ich sie las, sprachen mich die Worte gleich an. Mit diesem Mut machenden Zuspruch will ich den Blick auf das neue Jahr richten.

Neu anzufangen ist möglich. Gerade am Beginn eines Jahres setzen wir uns gerne Ziele. Der Eine möchte abnehmen, der Andere mehr Zeit mit der Familie verbringen und Freundschaften pflegen. Jugendliche nehmen sich vor, mehr Zeit in die Schule zu investieren. Manche der Vorsätze sind sehr persönlich, andere bleiben eher allgemein. Viele kennen die Erfahrung, dass die guten Vorsätze schon bald auf der Strecke bleiben. Manch einer probiert es schon gar nicht mehr, weil die Vorsätze nicht gelingen. Weiterlesen

Auf dass Frieden werde

November – ein dunkler Ort, ein trister, kalter Monat, allein schon vom Wetter her betrachtet; so richtig geschaffen für die Winterdepression. Erich Kästner dichtet:

Ach, dieser Monat trägt den Trauerflor…
Der Sturm ritt johlend durch das Land der Farben.
Die Wälder weinten. Und die Farben starben.
Nun sind die Tage grau wie nie zuvor.
Und der November trägt den Trauerflor.

Und dann hat er noch die besonderen Tage: Volkstrauertag, Buß- und Bettag, Totensonntag. Der November führt uns auf den Friedhof, an die Gräber. Weiterlesen

Wegzehrung für Lebenshungrige

Und als es die Israeliten sahen, sprachen sie untereinander: Man hu? Denn sie wussten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das der HERR euch zu essen gegeben hat. (2. Mose 16,15)

Irgendwann ist es genug. Da gibt es Ereignisse, Erfahrungen, Erkenntnisse, Schicksalsschläge – wie wir es nennen, und nichts ist mehr so, wie es war. Veränderungen sind notwendig oder gar ein Aufbruch. Der Aufbruch aus den Umständen, die mich gefangen halten, die mir die Luft zum Atmen nehmen, mir das Leben schwer machen, und: der Aufbruch aus mir selbst. Die Erkenntnis: du musst ein anderer werden, so geht es nicht mehr weiter. Es sieht aus wie Flucht, aber es ist Veränderung, Aufbruch, ein Aufbruch „ins gelobte Land“. Endlich wieder atmen können. Endlich wieder ich selbst sein. Weiterlesen

Gott macht uns stark für das, was vor uns liegt

Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht. (Philipper 4,13)

Nicht kleckern, sondern klotzen: „Ich vermag alles!“
Nicht nur einiges oder etwas, sondern alles. Der Mensch, der diesen Satz formuliert hat, wird jemand sein, dem vieles gelingt und der vor wenig zurückschreckt. Ein Mensch mit vielen Freiheiten und großen Ideen.
Der Schein trügt: Der Apostel Paulus war zwar ein Mensch, der viele Ideen hatte und dem vieles gelang. Diesen Satz schrieb er allerdings, als er gerade im Gefängnis einsitzen musste. Ganz ohne Freiheiten, mit ungewisser Zukunft. Weiterlesen

Stärke, die aus dem Vertrauen kommt

Alles vermag ich durch den, der mich stark macht! (Philipper 4,13)

Ein echter Power-Satz ist uns da aufgeschlagen worden. Ein Anti-Satz vielleicht zu den Gefühlen, die uns selbst oft genug überfallen mögen.
Werde ich diese oder jene Hürde schaffen? Bin ich dieser besonderen beruflichen oder persönlichen Herausforderung gewachsen? Bewältige ich meine Trennung? Schaffe ich meinen Alltag im Spagat zwischen Kindern, Beruf und betreuenden Eltern? Schaffe ich es, mich einzuschränken, manche Bedürfnisse zurückzuschrauben? Eine Krankheit zu bewältigen, Trauer durchzustehen?
So viele Situationen, in denen uns die Energie ausgeht, in denen wir uns eher schwach als stark fühlen.
Solche Gefühle in uns treffen auf die Worte von Paulus, den großen Missionar, der auf seinen Reisen und bei seinen Gemeindegründungen wahrhaftig mit vielen Niederlagen, mit widrigen Umständen und seiner eigenen körperlichen Schwäche zu kämpfen hatte. In seinem Brief an die Gemeinde in Philippi hat er schon einen weiten äußeren und inneren Weg hinter sich. Weiterlesen