Erlöser, Befreier, Lebens-Stifter

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt. (Hiob 19,25)

Der November ist für viele Menschen kein guter Monat. Manche haben regelrecht Angst vor diesen Wochen: Es wird kalt, dunkel und nass; und spätestens mit dem Volkstrauertag und dem gemeinsamen Gedenken an unsere Verstorbenen am Ewigkeitssonntag legen sich Schatten auf die Seelen. Genau in diese Stimmung hinein spricht der Monatsspruch für den November: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ (Hiob 19,25). Weiterlesen

Die Kirche in der VUCA-Welt

1. Manchmal hat man den Eindruck, die Herausforderungen für die Kirche in Deutschland seien nicht nur groß, sondern einzigartig. So manche Reaktionen auf die Studie Projektion 2060, die das Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg im Mai vorgelegt hat, legten diese Einschätzung nah. Die koordinierte Mitglieder- und Kirchensteuervorausberechnung für die evangelische und katholische Kirche in Deutschland bestätigte frühere Langzeitstudien. Sie zeigt, wie sehr „Kirche im Umbruch“ ist „Zwischen demografischem Wandel und nachlassender Kirchenverbundenheit“. Mir scheint, dass in den öffentlichen Reaktionen viel von der Stimmungslage und der Unsicherheit in unseren Gemeinden und der Kirche insgesamt aufscheint. Weiterlesen

Gerechtigkeit – ein Segen, der vom Himmel kommt

Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe! Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt! (Hosea 10,12)

Sommerlich kommt der Monatsspruch für Juli einher. Ich habe wogende Felder vor Augen. Eine reiche Ernte kündigt sich an. Die Sonne scheint mir ins Gesicht und in die Seele. Der Duft des reifen Getreides erfüllt die Luft. Und hoch am Himmel stimmt die Lerche ihr Lied an. Nur für sich? Oder vielleicht doch auch ein wenig für mich? Und vielleicht erst recht zur Ehre des Schöpfers?

Ich liebe sommerliche Wanderungen durch weite Felder, und die Stimmung am Rande des Tages ist mir dabei noch immer die liebste. Dann bin ich froh und dankbar, zuerst unserem Schöpfer, dann aber auch dem Bauern, der das Getreide gesät und geduldig gewartet hat – und noch wartet bis zur Stunde der Ernte. Weiterlesen