So unterschiedlich sind wir gar nicht

In der Fastenzeit 2017 habe ich an den ökumenischen Bibelgesprächen teilgenommen und durfte dort viele schöne Erfahrungen machen. Die liebevolle Gastfreundlichkeit und die offenen Gespräche über unseren Glauben haben mich sehr angesprochen. Herzlichen Dank!

Wir tauschten uns über einige Bibeltexte des Matthäus-Evangeliums aus. Wir sprachen darüber, was dieser Text mit uns und mit unserem Leben zu tun hat. Wo berührt er mich, wo spricht er mich an oder erzeugt auch Widerstand? Wie spricht Jesus zu mir in diesem Text?

Ich glaube, das ist das Verbindende unseres Glaubens: die Orientierung an Jesus Christus. Unsere gemeinsame Wurzel ist Jesus Christus. Jesus, wie er gesprochen, wie er gelebt hat und wie er uns erlöst hat. Er hat uns seinen Vater offenbart, einen Vater, der alle Menschen liebt und uns so annimmt wie wir sind. Ich bin gerne Christin. Für mich ist ein Glaube wichtig, der mir hilft, mein Leben und mich selbst besser zu verstehen und zu deuten – indem ich Gottes Wirken mitten in meinem Leben entdecke. Weiterlesen

Ein Gehorsam, der Mut und Freiheit bringt

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. (Apostelgeschichte 5,29)

Ein kritisches Programm des Christseins ist kaum kürzer zu fassen. Die Schlagworte eines Slogans könnten nicht besser gewählt werden. Der Satz klingt nicht nach einem Gebot, vielleicht mehr nach einem Befehl, jedoch ohne Zwang und ohne Bedrohung; ich würde sagen, wir hören ihn als eine Herausforderung.

Aber ist er das? Aber für wen? Und wie? Und was heißt das denn schon: „gehorchen“? Wird der Gehorchende, also der Gehorsame, nicht augenblicklich unfrei? Gehorsamkeit ist ein heute nur noch selten gebrauchtes, archaisch anmutendes Wort wie aus einer längst überkommenen Welt; es klingt nach Unterwürfigkeit und Obrigkeit, nach Missachtung und Strafandrohung. Aber die Antwort steckt schon im Wort selbst. Vor dem Gehorsam steht das Gehör: Das Hören der Worte desjenigen, dem wir angehören. Weiterlesen

Weil du es sagst, will ich es tun

Zeit ist Geld und oft, nur zu oft, muss alles ganz schnell gehen. Wenn man Sie kurz vor Dienstschluss um einen Gefallen bittet, dann wird hier und da schon einmal abgewogen, ob man es sich leisten kann, aufgehalten zu werden. Da kann es schon einmal heißen: Sorry, heute geht nichts mehr.

In Ihrem Job haben Sie viel Erfahrung gesammelt, keiner kann Ihnen so schnell etwas vormachen. Da kommt unerwartet ein Nicht-Fachmann und möchte gute Ratschläge geben. Auf den haben Sie gerade noch gewartet… Kann ich da noch hinhören? Weiterlesen