Große Verheißung für unruhige Zeiten

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens (Lukas 2,14)

Vor etwa zwölf  Stunden erklang dieser Ruf der Engel in Australien. Mit der Drehung der Erde gelangte er einige Stunden später nach Indien, dann nach Russland. Und jetzt zu uns: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“ Mit Weihnachten feiern wir ein weltumspannendes Fest, das uns Christinnen und Christen rund um den Globus verbindet. Einem ganzen Volk wird lauter Jubel und große Freude versprochen – hören wir auf die Worte des Propheten Jesaja: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Du weckst lauten Jubel, du machst groß die Freude“ (Jesaja 9,1.2a).

Die Zeiten sind unruhig – die Lebenschancen ungerecht verteilt. Die einen leben auf Kosten der anderen. Mitten hinein in diese finstere Zeit spricht der Prophet vom Licht. Kaum zu glauben. Und trotzdem entfalten seine Hoffnungsworte unglaubliche Kraft. Weiterlesen

In der Ruhe liegt die Kraft

Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte. (Genesis 2,3)

Es ist deutlich ruhiger geworden, seitdem die Ferien begonnen haben. Weniger Verkehr auf der Straße, in Bus und Bahn deutlich weniger Gedränge, keine langen Schlangen an den Kassen. Auch im Haus der der Evangelischen Kirche ist es stiller geworden. Viele sind im Urlaub. Das merkt man. Tagelang keine Veranstaltung auf der Anzeigetafel. Im Kalender nur wenige Termine; gestern hat das Telefon den ganzen Vormittag nur zweimal geklingelt und auch das E-Mail-Postfach ist so gut wie leer.

Das Leben verläuft zurzeit in einem reduzierten Tempo – auch für die, die noch arbeiten dürfen. Herrlich! Seitdem mein berufliches Leben mit der Schule verbunden ist, empfinde ich die sechseinhalb Wochen der Sommerferien als die schönste Zeit im Jahr. Und ich empfinde es geradezu körperlich, wie mir die Ruhe dieser Wochen gut tut – die Verlangsamung, die Momente der Leere und die gelegentliche Langeweile. Was viele heute nicht mehr wissen: Ruhen, zur Ruhe zu kommen ist keine Faulheit, sondern eine große Tugend – und sie wurde vom Schöpfer der Welt selbst angeordnet. Weiterlesen

Wolkenklang – Von der Leichtigkeit des Glaubens

Herr, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen. (Psalm 36,6)

Waren Sie zwischen dem 29. Oktober und dem 11. November 2017 in der Marktkirche? In dieser Zeit lief das zweite „Essen Light Festival“ im Rahmen der Essener Lichtwochen. Wenn Sie während dieser Zeit dort waren, erinnern Sie sich bestimmt daran. Die Kirche war mit „Wolkenklang“ gefüllt. Die Wolken sind dabei wörtlich zu nehmen. „Wolkenklang“ hieß die Licht-Klang-Installation, die der Essener Künstler Daniel Kurniczak in der Marktkirche zeigte. In Gestalt von künstlichen Wolken holte der Künstler den Himmel in die Kirche, ließ Wolken durch den Kirchenraum fliegen. Abends gab es dazu sphärische Klänge und ein träumerisches Farbenspiel. Marktkirche und Kunst ließen Neues entstehen, bezauberten die Menschen, die den Raum betraten und für kurze Zeit in eine andere Welt entführt wurden. Selbst am Tag veränderten die kleinen und großen Wolken den Kirchraum – mit einfachem Sonnenlicht. Sie gaben dem ganzen Raum etwas Spielerisches, etwas Leichtes. Weiterlesen