Gemeinsam auf dem Weg

Das Reformationsgedenk- und jubiläumsjahr kommt so langsam auf die Zielgerade. Seit dem Reformationsfest im vergangenen Jahr gab es unzählige Veranstaltungen zum Thema Reformation. Auch in unserer Gemeinde gab es Gottesdienste, Diskussionen, Ausstellungen und andere Veranstaltungen. Mich persönlich hat am meisten der Gottesdienst mit dem Bischof der Altkatholiken in Deutschland, Dr. Matthias Ring, beeindruckt. Ich stand mit einem katholischen Bischof am Altar unserer Gnadenkirche, und wir haben gemeinsam Abendmahl gefeiert. Weiterlesen

Haltet die Hoffnung wach, werdet Friedensstifter!

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. (Lukas 2,1.)

In diesem Jahr ist mir besonders bewusst, dass wir dieselbe Weihnachtsgeschichte jedes Jahr anders hören – dass wir sie jedes Jahr neu hören. Dass wir selbst Veränderte sind. Jeder von uns schaut auf ein Jahr mit persönlichen Erfahrungen, die uns verändern: Wir mussten vielleicht von einem Menschen Abschied nehmen. Ein Kind wurde geboren. Der Kindergarten begann. Die eine hat die Schule abgeschlossen und studiert jetzt – der andere hat sich beruflich verändert.

Und wir schauen auf Erfahrungen in unserer Stadt und in unserem Land, die uns verändern. Weiterlesen

Mein Glaubensgarten

Zweimal im Jahr fahre ich nach Köln zu einem „kleinen Klassentreffen“. Fünf ehemalige Schulkameraden treffen sich im Frühling und im Herbst, die, die in Nordrhein-Westfalen wohnen und noch beweglich sind. Von den Fünfen, die zusammenkommen, bin ich der einzige, der Kirchensteuern bezahlt. Die vier anderen waren nie in einer Kirche oder sind ausgetreten.

Im letzten Herbst war ich sehr frühzeitig am Treffpunkt, traf aber schon einen der Freunde. Wir kamen ins Gespräch und er erzählte, dass seine Enkel eine gute Entwicklung hätten. Und dann sagte er: „Dafür bin ich sehr dankbar.“ Ich fragte zurück, bei wem er sich bedanke, und er sagte, er bedanke sich bei Gott; er fügte hinzu: „Ich bin gottgläubig.“ – Hm. Weiterlesen

Glück heißt in der Bibel Erlösung | Über die Kirche und das Glück #1

Neulich im Café: Am Nebentisch saß eine junge Mutter mit ihrer 13 Monate alten Amelie. Amelie hatte ein Bilderbuch vor sich, in dem große Früchte abgebildet waren. Und Amelie hatte einen kleinen Löffel in der Hand. Mit dem Löffel berührte sie die Früchte und fütterte dann ihre Mutter damit. Ein wunderbarer Anblick. Die beiden waren offenbar glücklich. Was da vor sich ging, war praktisch gesehen unnütz. Aber: Es war Beziehung stiftend und die Beziehung prägend. Beide waren bei sich und zugleich beieinander. Ihr Handeln war nicht nützlich, aber freundlich, liebevoll und erfüllend.

Lässt sich anhand dieses Beispiel etwas Allgemeines über „Glück“ sagen? Vielleicht dies: Glück ist situativ. Es gibt kein Setting, das Glück garantiert. Was Mutter und Tochter erleben, könnte auch an einem anderen Ort stattfinden, und die Handlung könnte auch völlig anders gedeutet und mit einem „Nun lass mal“ oder „Jetzt nicht!“ belegt werden. Zum Glück gehört offenbar die Öffnung fürs Glück. Weiterlesen