In der Ruhe liegt die Kraft

Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte. (Genesis 2,3)

Es ist deutlich ruhiger geworden, seitdem die Ferien begonnen haben. Weniger Verkehr auf der Straße, in Bus und Bahn deutlich weniger Gedränge, keine langen Schlangen an den Kassen. Auch im Haus der der Evangelischen Kirche ist es stiller geworden. Viele sind im Urlaub. Das merkt man. Tagelang keine Veranstaltung auf der Anzeigetafel. Im Kalender nur wenige Termine; gestern hat das Telefon den ganzen Vormittag nur zweimal geklingelt und auch das E-Mail-Postfach ist so gut wie leer.

Das Leben verläuft zurzeit in einem reduzierten Tempo – auch für die, die noch arbeiten dürfen. Herrlich! Seitdem mein berufliches Leben mit der Schule verbunden ist, empfinde ich die sechseinhalb Wochen der Sommerferien als die schönste Zeit im Jahr. Und ich empfinde es geradezu körperlich, wie mir die Ruhe dieser Wochen gut tut – die Verlangsamung, die Momente der Leere und die gelegentliche Langeweile. Was viele heute nicht mehr wissen: Ruhen, zur Ruhe zu kommen ist keine Faulheit, sondern eine große Tugend – und sie wurde vom Schöpfer der Welt selbst angeordnet. Weiterlesen

Eine lebendige Quelle, die nie versiegt

Ich weiß, dass du der Brunn der Gnad und ewge Quelle bist. (Paul Gerhardt, EG 324)

Die Ferienzeit ist da – für viele eine Zeit, um mal auszuspannen, Zeit zu verreisen, Zeit, um neue Kraft zu schöpfen. „Kraft schöpfen“ – in diesen Worten steckt eine alte Erfahrung: Wenn man erschöpft und durstig ist, vielleicht nach einem langen Fußmarsch, da gibt es wohl nichts Köstlicheres als einen tiefen Brunnen, an dem man rastet und aus dem man frisches Wasser schöpfen kann. Den Durst gestillt, die Füße gekühlt, so kommt auch langsam die Kraft zurück und man kann den Weg fortsetzen. Vielleicht stoßen Sie ja in ihrem Urlaub auf einen schönen Brunnen, wenn Sie in den Bergen wandern sind? Weiterlesen