Paulus hätte sich gefreut

Gott ist mein Zeuge: Kein Wort, das ich euch sage, ist Ja und Nein zugleich! Denn Jesus Christus, der Sohn Gottes … war nicht Ja und Nein zugleich. In ihm ist das reine Ja Wirklichkeit geworden. (2. Korinther 1,18f.)

Zuverlässigkeit ist eine ganz wichtige Tugend. Das geht Paulus auch schon so. Die Situation damals: Paulus hatte der Gemeinde in Korinth zugesagt, dass er sie besuchen wolle, vielleicht sogar für „einige Zeit … vielleicht sogar den Winter über“. Aber es gab Auseinandersetzungen um richtiges Verhalten. Dazu hat Paulus dann einen deutlichen Brief geschrieben, der nicht bei allen gut ankam. Seine Autorität wurde in Frage gestellt. Wie kommt der eigentlich dazu? Dann verzichtete Paulus lieber auf den Besuch. Er befürchtete, dass der Streit sich ausweiten könne. Dabei wurmt ihn ein Vorwurf besonders. Einige in Korinth sagen, dass Paulus unzuverlässig sei, der redet heute so und morgen so. Weiterlesen

Welch ein Trost!

Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet. (Jesaja 66,13)

Manchmal ist das so, manchmal ist man trostbedürftig, so richtig, mit allem, was dazugehört: sich anlehnen oder ankuscheln, nicht viel reden, festgehalten werden, Nähe spüren und vor allen Dingen: nicht in Frage gestellt werden – einfach sein zu dürfen und alles an Zuwendung zu bekommen, was geht: von Schokolade angefangen über Streicheleinheiten bis hin zu: keine Ahnung. Manchmal ist das so. manchmal will man die Welt nicht mehr sehen, braucht man Trost um durchzuhalten.

Anlässe gibt es viele. Trauer über Verluste, Liebeskummer, Scheitern, enttäuschte Hoffnungen, leere Versprechungen, schmerzhafte Diagnosen… Als Kind scheint es mir fast einfacher zu sein, an Trost zu kommen, vielleicht liegt es daran, dass Kinder viel schützenswerter, viel zerbrechlicher wirken als Erwachsene. Weiterlesen