Momente der Ewigkeit

Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch das Werk, das Gott tut, nicht ergründen kann, weder Anfang noch Ende. (Prediger 3,11)

Ist die Welt gut oder ist sie schlecht? Was denken Sie? Ist sie wunderbar gemacht oder eine Quelle von Elend, Gewalt und Zerstörung? Ich glaube, auf diese alte Menschheitsfrage finden wir keine objektive Antwort. Sie hängt wohl immer davon ab, was gerade los ist in unserem Leben: Ob ich unter dem Eindruck der Geburt eines Kindes stehe, die Schönheit der Natur bestaune, vielleicht auf einem Berg stehe und die Weite schaue oder auch unsere Ruhr.

Oder ob in meinem Leben gerade etwas zerbrochen ist oder ich am Bett eines gequälten, sterbenden Menschen stehe oder in einer jämmerlichen Flüchtlingsunterkunft in unserer Stadt. Es hängt vielleicht auch davon ab, ob ich selber Kraft und Schönheit in mir spüre oder ob ich gerade mit einer schweren Krankheit oder körperlichem Verfall konfrontiert bin. Weiterlesen

Weg der Liebe und der Tröstung | Andächtiges zur Jahreslosung #4

Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet. (Jesaja 66,13)

Gott, wie eine liebende, tröstende Mutter, Gott, wie ein hilfloses und schwaches Kind. Das sind beides Bilder, die unsere Vorstellung von Gott, vom Göttlichen, wohl um diese Tage jedes Jahr aufs Neue in Erstaunen versetzen. Und beides sind Bilder, die uns von Gott als der Liebe wie kaum andere erzählen können.

Vielleicht denken Sie an Situationen, in denen Sie Ihre Kinder als Mütter oder Väter, als Großmütter oder Großväter getröstet haben, als sie vielleicht hingefallen waren oder abgelehnt worden waren; oder als sie größer wurden und den ersten Liebeskummer hatten. Vielleicht erinnern Sie sich, wie Sie selbst als Kind auf den Schoß Ihrer Mutter, Ihres Vaters oder eines anderen nahen Menschen gesessen haben. Vielleicht sind selbst die Gefühle von Geborgenheit, die sich da in Ihnen ausbreiten, noch heute nachzuspüren. Vielleicht haben Sie sich dieses Gefühl aber auch nur sehnlich erwünscht und es doch entbehren müssen. Weiterlesen

Stärke, die aus dem Vertrauen kommt

Alles vermag ich durch den, der mich stark macht! (Philipper 4,13)

Ein echter Power-Satz ist uns da aufgeschlagen worden. Ein Anti-Satz vielleicht zu den Gefühlen, die uns selbst oft genug überfallen mögen.
Werde ich diese oder jene Hürde schaffen? Bin ich dieser besonderen beruflichen oder persönlichen Herausforderung gewachsen? Bewältige ich meine Trennung? Schaffe ich meinen Alltag im Spagat zwischen Kindern, Beruf und betreuenden Eltern? Schaffe ich es, mich einzuschränken, manche Bedürfnisse zurückzuschrauben? Eine Krankheit zu bewältigen, Trauer durchzustehen?
So viele Situationen, in denen uns die Energie ausgeht, in denen wir uns eher schwach als stark fühlen.
Solche Gefühle in uns treffen auf die Worte von Paulus, den großen Missionar, der auf seinen Reisen und bei seinen Gemeindegründungen wahrhaftig mit vielen Niederlagen, mit widrigen Umständen und seiner eigenen körperlichen Schwäche zu kämpfen hatte. In seinem Brief an die Gemeinde in Philippi hat er schon einen weiten äußeren und inneren Weg hinter sich. Weiterlesen