Zwischen Kippa und Koran

Bewaffnet mit dem Koffer unseres Schulreferates, der mit Materialien zum Thema Judentum gefüllt ist, war ich neulich in der Schule unterwegs. Ich unterrichte Klassen der Höheren Handelsschule: Junge Männer und Frauen zwischen 16 und 22 Jahren muslimischen, christlichen und undefinierten Glaubens – „Halbstarke“ hätte mein Vater gesagt. Auch die Herkunft der jungen Leute ist breit gestreut: Afghanistan, Libanon, Kurdistan, Türkei, Polen, Kosovo, Kroatien, Slowenien, Nigeria… – und natürlich auch Deutschland sind nur einige der Länder, aus denen die Familien meiner Schülerinnen und Schüler stammen. Weiterlesen

Musik begleitet unser Glück und unsere Trauer

Lobet den HERRN mit Harfen, mit Harfen und mit Saitenspiel! Mit Trompeten und Posaunen jauchzet vor dem HERRN, dem König! (Psalm 98, 3-6)

Besonders, aber nicht nur, ist in den Psalmen von der Musik die Rede. David, der große biblische König, wird als Musiker, als Harfenspieler vorgestellt. Als jemand, der seinem Vorgänger, dem König Saul, mit Musik die Depression vertreibt. Und auch das große Ursprungsereignis des Judentums – der Auszug aus der Sklaverei in Ägypten, der Exodus – wurde mit Musik gefeiert. Erst sang Moses ein großes Lied, dann nahm „die Prophetin Mirjam, die Schwester Aarons, die Trommel in die Hand, und alle Frauen zogen hinter ihr hinaus mit Trommeln und Reigentänzen. Und Mirjam sang ihnen vor: Singt dem HEERN, denn hoch hat er sich erhoben. Pferd und Reiter hat er ins Meer geschleudert.“ Musik begleitet unser Glück – und unsere Trauer. Sie rührt tiefe Gefühle in uns an. Weiterlesen